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Made in Germany - warum sich der deutsche Musikmarkt nicht verstecken muss.

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Milky Chance hat es vorgemacht: es ist wieder möglich!
Bands aus Deutschland können den Absprung schaffen und internationale Erfolge feiern. Ausverkaufte Hallen auf
der ganzen Welt, Streamingzahlen und Youtube-Klicks grenzen an die halbe Milliarde. Der deutsche Musikmarkt muss sich nicht mehr verstecken. Auch in den Städten Stuttgart, Mannheim und Freiburg passiert viel. Wir sprechen mit Menschen um und in der Szene und analysieren die Entwicklung des deutschen Musikmarktes, die Eigeninitiative deutscher Künstler mit Blick in die Zukunft.

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1, 5 Milliarden Euro hat die deutsche Musikindustrie 2016 insgesamt erwirtschaftet. Das teilte der Bundesverband Musikindustrie mit. Damit liegt der Wachstum bei drei Prozent. Am meisten Umsatz hat mit 53,8 Prozent nach wie vor die CD, dann folgen die Streaming-Angebote von Wettbewerbern wie Spotify, Apple Music oder Deezer. Wieder auf Kurs ist die Schallplatte, die vor Jahren noch für so gut wie tot erklärt wurde.

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Ob deutsche Künstler im Ausland „erfolgreich“ sind ist natürlich Auslegungssache. Für manche Künstler heißt Erfolg schon, 10.000 Klicks bei Youtube. Für andere gilt erst eine Chartplatzierung in den TOP 10 als Erfolg.

Vergleichen wir die Zahlen der internationalen Chartplatzierungen deutscher Titel in den letzten 40 Jahren, sind wir momentan eher wieder am Tiefpunkt, als am Zenit.

Die Deutsche Welle erhebt seit Jahren im PopXport die Anzahl der Charteinstiege deutscher Künstler in den internationalen Charts.

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Welche Entwicklung hast du in den letzten 5-10 Jahren am deutschen Musikmarkt beobachten können?

Das ist ganz einfach zu beantworten. Weg von der CD über Itunes und jetzt sind wir beim Streaming angekommen. Weg vom Album zum Single Track! Je nach Genre kam auch das Vinyl etwas zurück. Aber damals wie heute und morgen: Pflege Deine Fans!

Was macht Deutschland als Standort für Musiker so attraktiv?

Na, da kann ich für Berlin sprechen. Die Stadt besitzt einen besonderen Spirit. Kreativ - Geister aus der ganzen Welt treffen sich hier (nicht, dass Offenburg nicht auch schön ist). Auch die Infrastruktur (Plattenfirmen/ Clubs/ Studios etc) findet man hier in geballter Form. Natürlich waren auch die Mieten und das Leben als Musiker bislang recht gut in Berlin finanzierbar. Negativ: Die Stadt liegt nicht am Meer.

Warum muss sich der deutsche Musikmarkt nicht verstecken?
 

Weil er genug Geld generiert. Der deutsche Musikmarkt ist einer der wichtigsten Märkte weltweit, darum sehr interessant für Firmen und Künstler und für alle, welche sich dafür interessieren oder schlicht was verkaufen wollen. Natürlich gibt es auch international beachtete Produktionen Made in Germany, wie von Kraftwerk, Scorpions, Rammstein oder Helene Fischer...
Naja, bei der letzten Nennung bin ich mir nicht ganz sicher.

Wie sind die Reaktionen/Meinungen der ausländischen Kollegen über Musik, die aus Deutschland kommt?

Da ich viel im Ausland bin, gibt es ambivalente Meinungen. Rammstein oder Paul Kalkbrenner, Tokio Hotel kennen alle und mögen viele. Auch den Crazy Frog. Teilweise ist Musik aus Deutschland auch nachhaltig: Es gibt Länder da spielen Thomas Anders oder Cc Catch noch in Stadien, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch der Zeitgeist "Minimal" ist dick angesagt. Da touren Bands wie Booka Shade um den ganzen Planeten. Um auf die Frage zurückzukommen: gut.

Wie schwer ist es von Deutschland aus in den internationalen Markt einzusteigen?

Es ist schwer und man muss auch Glück haben. Für Leslie Clio hat im Pop Bereich bestimmt der Single-Hit eine wichtige Rolle gespielt. Bei Moonbootica das kontunuierliche Arbeiten, das Erspielen einer Fanbase und das gewisse Etwas in ihrem Bereich. Sprich immer wieder mit guter Musik zu überzeugen

Wird euch als Label der deutsche Markt nicht irgendwann zu klein?

Na wir signen kaum noch GSA (Germany Switzerland Austria). Heute agieren Labels oder Kabelstrukturen schon weltweit. Ist auch einfach, du suchst dir einen Vertrieb und schon ist der Song überall verfügbar.
Viele Firmen benötigen z.B. nur noch  Promotion-Partner im Ausland. Wie z.B. bei Eom und Monolink.
Anmerkung: Sofern das Label einen Aufbau des Künstlers finanziert, sollte es auch versuchen am Liveprozess zu partizipieren. Das mag der Künstler eventuell nicht schön finden, ist aber fair. Denke ich.

An welchen Stellen unterscheidet sich der deutsche vom z.B. US-Markt besonders stark?
 
Oh... da habe ich nicht so die dicke Ahnung, aber in der USA funktionieren einige Genres komplett anders und auch die Radioszene. Da war Dance/ Techno nie so dick wie hier, alles noch rockiger, poppiger, R&B, Hip-Hop und natürlich spanischsprachige Musik. Ich denke, seit 99 Luftballons lief dort keine deutschsprachige Nummer mehr in den Top 5. Naja, vielleicht schafft das ja Helene noch.






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Die Band Heisskalt hat zu Beginn alles selbst gemacht.
Booking, Merchandising, Platten verkauft.
Dann kam der Plattenvertrag.

Unzählige Konzerte und drei Alben später stehen sie immer noch auf den großen Bühnen Deutschlands.
2018 trennten sie sich von ihrem Label und kehren zu ihren DIY-Wurzeln zurück.

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Er spielt beim Hype-Festival mit Headlinern wie Lil Pump, Bausa oder Nimo. Er wurde letztes Jahr beim Newcomer Spotlight von HipHop.de zur Nummer 1 gewählt. Rapper FAYAN aus Offenburg.

Hinter ihm steckt aber kein großes Label, sondern er macht alles selbst.
Für Künstler bedeutet das viel Arbeit, Stress und auch Gefahren.

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