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Körperbilder auf Instagram

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Es geht um Körper. Große, Kleine, Dicke und Dünne. Und es geht darum, dass man diese Vielzahl an Formen und oft auch Farben in sozialen Medien nicht, oder selten zu Gesicht bekommt. Ich habe mich gefragt, was das mit Nutzern macht, ob es sie beeinflusst und ob es vielleicht Gegendarstellungen zu den klassischen Schönheitsidealen von Körpern gibt. Hier findet ihr Gedanken und Recherchen rund um Körper in sozialen Medien.

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Mir ist in letzter Zeit immer mehr aufgefallen, dass der Körper in sozialen Medien einen noch höheren Stellenwert hat, als in der Realität. Natürlich ist der Körper wichtig. Nicht nur, dass er uns von A nach B bringt, wir können durch ihn auch ausdrücken, wer wir sind. Er repräsentiert uns sozusagen für die Öffentlichkeit.

In sozialen Medien ist Körperlichkeit sehr präsent. Es gibt viele Bilder von leicht bekleideten Menschen, die offensichtlich sehr viel Zeit und Arbeit investieren, damit ihr Körper gut aussieht. Und es gibt selten Bilder von Körpern, die nach unserem heutigen Maßstab nicht so gut aussehen.

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Wir vergleichen uns mit anderen. Das tut jeder. Wir sehen Bilder von anderen Menschen und dann entscheiden wir, ob wir im Gegensatz dazu glücklich mit uns sind oder nicht. Nicht jeder Mensch tut dies gleichhäufig und -kritisch.

Aber was hat das jetzt mit sozialen Medien zu tun? Auf sozialen Medien sind wir konstant umgeben von Fotos mit meist sehr schönen Menschen.  Im Alltag existiert da eine größere Diversität. Das bietet einen großen Raum für Vergleiche, die das Körperbild von vielen Menschen prägen. 

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In sozialen Medien existiert eine gewisse Distanzlosigkeit. Die soziale Distanz zu anderen Nutzern wirkt geringer, als zu den früheren Vorbildern im Fernsehen und in Zeitungen. Durch Stories und Einblicke in das private Leben von Nutzer*innen fühlt man sich ihnen schnell näher.

Die sogenannten Influencer*innen die mit Instagram und ihrem gutem Aussehen Geld verdienen, verschmelzen in unserem Feed mit unseren Freunden. Es ist schwerer sich ständig zu überlegen was echte, unbearbeitete Bilder sind und was retuschierte Bilder sind, die dafür gemacht sind, mit ihnen Geld zu verdienen.
 

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Auf diesem Pageflow habe ich meine Recherchen zu dem Thema wie prägen sozialen Medien Körperbilder zusammengefasst.

Außerdem gibt es Interviews mit jungen Nutzern zu dem Thema und ein Interview zum Thema Netzfeminismus. 

Also scrollt euch durch. 

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Es gibt viele Studien und wissenschaftliche Texte zum Thema soziale Medien und Körperbilder. Sie sind von dem sehr romantischen Bild, dass soziale Medien ein körperloser Raum seien, in dem weder Sexismus, noch Rassismus existieren kann, zu dem Schluss gekommen, dass soziale Medien gerade bei Jugendlichen einen großen Einfluss auf ihr Körperbild und oft auch ihr physischen und psychisches Wohlbefinden haben können.

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Körperbilder entstehen zu 50 Prozent durch Massenmedien und zu 50 Prozent durch Bezugspersonen, wie Verwandte und Freunde. Instagram ist ein Medium, in dessen Feed sich Vorbilder wie Stars und Influencer*innen mit Freund*innen und Verwandten vermischen. Daraus kann man schließen, dass es einen sehr großen Einfluss auf das Körperbild von Menschen hat.
Die allgegenwärtige Präsenz von Körperlichkeit in den Medien, gibt dem Thema heutzutage die große Prominenz und Aufmerksamkeit. Außerdem sind Medienakteuer um einiges attraktiver als der Durchschnitt der Menschen, da sich dadurch Nutzer binden lassen. 
Nur sehr wenige Menschen verfügen über ähnliche Körpermaße wie die Medienakteure, die in vielen Fällen unsere Schönheitsideale prägen. In Deutschland haben etwa 5 Prozent der Frauen einen Körper der den Standard-Modelmaßen entspricht.
Körperbilder sind dabei nicht objektiv, sondern subjektiv und haben viel mit Emotionen und Gefühlen dem eigenen Körper gegenüber zu tun. Wenn jemand ein gestörtes Körperbild hat, bedeutet das, dass er seine Körper nicht mehr objektiv wahrnimmt, sondern hauptsächlich die subjektiven Gefühle. Das kann psychische und physische Auswirkungen haben. 
Bei jungen Frauen entwickelt sich der Körper während der Pubertät weg vom gesellschaftlichen Ideal. Ihre Körper lagern mehr Fett, für eine mögliche Schwangerschaft, an und sie haben nicht mehr die schmale Statur, die in unserer Gesellschaft als besonders attraktiv angesehen wird. Bei Jungen in der Pubertät ist das genau anders herum: Sie entwickeln sich in Richtung des Schönheitsideals für Männer, da ihr Körper mehr und leichter Muskeln aufbaut. Das könnte einer der Gründe sein, warum gerade Mädchen kritischer gegenüber ihrem eigenen Körper sind: Sie haben früh gelernt, dass es nicht leicht ist den Idealen zu entsprechen.





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Instagram besteht hauptsächlich aus Bildern. Dadurch ist es eine auf das Aussehen fokussierte Plattform. Studien belegen, dass Instagram die heteronomen Körperstereotypen bestätigt. Nutzer*
innen von Plattformen wie Instagram neigen dazu, erfolgreiche Bilder und Posen der Influencer*innen zu reproduzieren, was wiederum andere Nutzerinnen dazu verleiten kann diese reproduzierten Bilder zu reproduzieren. Durch diesen Kreislauf entsteht ein sehr enges und eindimensional akzeptiertes, weibliches Schönheitsideal.
Instagram ist einzigartig darin, wieviel Einblick die Nutzer*innen in das Leben von Anderen haben können. Diese privaten Einblicke können zu einer höheren empfundenen Nähe führen und den Anschein erwecken, man würde die dargestellte Person kennen. Dies kann jedoch auch die Grundlage für Vergleiche sein. Denn umso höher die empfundene Ähnlichkeit und Nähe, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Vergleichen zwischen Demjenigen und den anderen Mediennutzer*innen kommt. Da die meisten Bilder auf Instagram bearbeitet sind, kann dies bei Nutzer*innen ein unrealistisches Körperideal hervorrufen und so zu Körperbildstörungen führen. Es wurde festgestellt, dass umso öfter ein Mensch mit Bildern konfrontiert wird, die nach unserem Schönheitsideal einen perfekten Körper zeigen, umso eher neigt er dazu, sich mit diesen Bilder zu vergleichen. Instagram bietet dabei eine Plattform mit einem unendlichen Vorrat an Bildern, die zu den normativen Körperidealen unserer Gesellschaft passen.
Gerade Frauen und Mädchen, die dazu neigen sich häufig mit anderen zu vergleichen oder unzufrieden mit sich selbst sind. Sie haben oft ein negativeres Körperbild, nachdem sie sich bearbeitete oder sehr perfekte Bilder auf Plattformen wie Instagram angesehen haben. Trotzdem haben Studien gezeigt, dass die gleiche Gruppe von Frauen bearbeitete Bilder schöner und natürlicher empfinden als unbearbeitete.
Wir sollten uns gesellschaftspolitisch mit diesem Phänomen auseinandersetzen. Gefakte Bilder von Körperidealen sind ein großes Problem.
Dieser Aspekt zeigt, dass sich etwas an der Art und Weise ändern muss, wie mit den aktuellen Medieninhalten umgegangen wird. Dann wenn wir Körperideale die so ohne Bearbeitung nicht möglich sind, als natürlich und erstrebenswert wert empfinden, kann das nur zu Problemen führen. Besonders junge Mädchen neigen dazu, ihren Körper als Objekt wahrzunehmen, wenn sie Bilder von sich auf Instagram hochladen. Sie fixieren sich auf einzelne Details und sind dadurch unzufriedener mit ihrem Aussehen.


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Der gesellschaftliche Druck auf junge Mädchen gut auszusehen, wird immer größer, nicht zuletzt auch durch Instagram. Manche greifen aus diesem Grund zu sehr extremen Maßnahmen, um dem Schönheitsideal zu entsprechen. Dass kann sowohl zu psychischen als auch physischen Krankheiten und Problemen führen.

Störungen des Körperbilds, die sich teilweise auch zu psychischen und physischen Krankheiten entwickeln, treten besonders ausgeprägt auf, wenn eine starke Bindung zu den Medienakteur*innen besteht, mit dem man sich vergleicht. Instagram ist dafür prädestiniert, eine starke Bindung zu ermöglichen, da die meisten Akteure durch Stories und Bilder sehr private Einblicke in ihr Leben gewähren. Ähnlich wie Freunde im analogen Kontext. Das kann dem Betrachter das Gefühl geben, diese Person zu kennen, auch wenn er oder sie nur die Medien Persona sieht, die der Influencer oder die Influencerin darstellen möchte.

Auf Instagram gibt es eine ganze Subkultur, die Essstörungen und Selbstverletzungen glorifiziert. 

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Die meisten Texte ziehen den Schluss, dass man nicht die Inhalte versuchen sollte zu verändern, sondern den Umgang mit den Medien. Gerade junge Menschen, die noch besonders beeinflussbar sind, sollten mehr darüber informiert werden, wie leicht man Bilder verändern kann und auch dazu angeregt werden, selber mehr zu reflektieren.
Das Schöne an Instagram ist, dass jeder hochladen kann, was er möchte. Jeder kann teilhaben und auch etwas verändern. Deswegen gibt es auch schon eine große Bodypositivity-Bewegung. Viele Menschen posten Content, der die große Diversität von Körperlichkeit zeigt. Bilder auf Instagram, können auch genutzt werden, um sich zu positionieren, zum Beispiel um sich zum Feminismus zu bekennen und heteronome Schönheitsideale aufzubrechen und zu mehr Vielfältigkeit zu verhelfen.
Außerdem kann natürlich, auch jede und jeder nur jenen folgen, die er gerne in seinem Feed sehen möchte und so seinen eigenen Konsum beeinflussen.

Es gibt spannende Entwicklungen in Bezug auf soziale Medien. Zum Beispiel wird von Forschern der University of Vermont, eine Screening Methode entwickelt, die anhand von Instagram Beiträge helfen soll, Depressionen früh zu erkennen.

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Es gibt bereits viele #'s und Profile auf denen Menschen Diversität in die Darstellung von Körpern auf Instagram bringen. Dabei geht es nicht nur um Perfektion, sondern um Dehnungsstreifen, Cellulite, die Periode und andere Aspekte von Körperlichkeit, die selten dargestellt werden. Aber bringt das Nutzer*innen etwas die mit ihrem Körper unzufrieden sind?  Die Bilder der perfekten Körper erhalten trotzdem mehr Aufmerksamkeit. - Eindeutig ja. Ein einzelnes Bild ist dazu in der Lage, zu zeigen, dass gefakte Körperbilder nichts mit dem eignen Aussehen zu tun haben. 
Manchmal ist es besser das Handy wegzulegen und sich mehr auf seine Mitmenschen zu konzentrieren.  Wir sind doch alle gar nicht so perfekt und vor allem wunderbar unterschiedlich.

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