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Los geht's

Whisky geht auch ohne Cola

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Whisky ist die wohl vielseitigste Spirituose der Welt.
Kaum ein anderes Getränk bietet solch ein breites Spektrum an unterschiedlichen Aromen.
Zu den bedeutensten Herkunftsländern zählen Schottland, Irland und die USA.

Ob Whisky nun in Schottland oder Irland erfunden wurde, darüber streiten sich beide Länder bis heute.
Erhältlich ist Whisky  in verschiedenen Ausführungen. Die beiden Wichtigsten sind Single Malt und Blended Whisky.

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Beim Blended Whisky werden mehrere Whiskys von unterschiedlichen Brennereien miteinander vermischt. Diesen Vorgang nennt man auch Verschnitt.

Diese Herangehensweise ermöglicht es, einen gleichbleibenden Geschmack zu garantieren.
Bekannte Blended Whiskys sind Johnnie Walker Red Label und Ballantine's.

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Der Single Malt gilt gegenüber dem Blended Whisky als der höherwertige.

Damit sich ein Whisky Single Malt nennen darf, muss er anders als beim Blended, aus einer einzigen Brennerei stammen. Er kann aber durchaus ein Gemisch aus verschiedenen Fässern und Jahrgängen der Brennerei sein. Zusätzlich wird als Getreide ausschließlich gemälzte Gerste verwendet. Der wohl bekannteste Single Malt ist der Glenfiddich 12 Jahre.

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Whisky ist kein Altherren Getränk - Auch junge Leute kommen auf den Geschmack

In vielen Köpfen kreist die Vorstellung, dass Whisky ausschließlich von alten Herren getrunken wird. Doch entgegen dieser Vorstellung interessieren sich immer mehr junge Leute für das "Wasser des Lebens". Auf der Whiskymesse in Villingen haben wir eine Gruppe ehemaliger Studenten der Hochschule Furtwangen getroffen, die uns erzählen, was für sie den Reiz des Whiskys ausmacht.

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Beim Whisky geht es immer um den Geschmack und den Genuss. Die Einen mischen ihn mit Cola, die Anderen trinken ihn in einem Cocktail, mit Eiswürfeln oder pur.
Unter Whisky Kennern wird der Whisky aber meist nur mit ein paar Tropfen Wasser vermischt. Dadurch sollen sich die komplexen Aromen besser entfalten. Zu empfehlen ist hierbei ein weiches Wasser.

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Whisky probieren - Eine Einführung von Christian Priess

Christian Priess ist freier Mitarbeiter bei Anam na h-Alba, was so viel bedeutet wie die Seele Schottlands, und gibt eine kurze Einführung in das Probieren von Whisky.

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Zunächst sollte erwähnt werden, dass jede Destillerie die große Mengen absetzt, im Grunde Massenware herstellt. Mittlerweile gibt es nur noch wenige kleine oder unabhängige Destillerien.

Massenware unterscheidet sich jedoch darin, dass sie meist nicht lange in den Fässern reift, aus Kostengründen. Seine gold-gelbe Farbe erhält der Whisky durch die Reifung im Fass. Einige Hersteller helfen bei der Farbe mit zugesetzter Zuckerkulör nach. Dies muss aber auf der Flasche angegeben werden. Oftmals verrät auch der Schraubverschluss der Flasche, dass es sich hierbei um ein eher günstiges Produkt handelt.

Hochwertige Abfüllungen glänzen meist mit aufwendigen Verpackungen und einem Korkverschluss. Zudem sind Alter, Herkunft und manchmal auch die Fassnummer auf der Verpackung aufgedruckt.

Natürlich ist ein Massenprodukt wie z.B ein Jim Beam dennoch Qualitätsware. Möchte der Kunde aber besondere Abfüllungen, Geschmäcker, Verpackungen oder Geschichten, so zahlt er eben mehr.

Einige Destillerien bringen auch immer wieder limitierte Abfüllungen auf den Markt, welche sich dann besonders für Sammler eignen.

Geschmacklich kann man nicht beurteilen, ob teurere Whiskys automatisch besser sind. Auch hier gelten wieder die persönlichen Vorlieben.

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Traditionsdistillerie

Distillery Manager Gordon Bruce gibt einen Einblick in die traditionelle Herstellung des Whiskys in einer kleinen Destillerie

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Der Scotch ist wohl der Inbegriff dessen, an was wir denken, wenn wir von Whisky sprechen. Nur Whisky, der in Schottland destilliert, abgefüllt und gelagert wurde, darf sich Scotch nennen.

In der genauen Definition sind noch weitere Kriterien aufgeführt, wie die ausschließliche Lagerung in Eichenfässern und ein Mindestalkoholgehalt von 40% vol.

Anders als beim Bourbon Whiskey werden für den Scotch gebrauchte Fässer verwendet, in denen vorher meist Bourbon gelagert hat. Um weitere Aromen zu kreieren werden auch alte Sherry-, Port- oder Rumfässer verwendet.

Je nach Herkunftsregion weist der Scotch unterschiedliche Geschmacksrichtungen auf. Die bekanntesten Regionen sind die Highlands, Lowlands, Islay, die Speyside und die Inseln.

Scotch ist im Geschmack sehr vielfältig. Da sein Malz aber hauptsächlich über Torfrauch getrocknet wird, haben viele Scotch Whiskys eine rauchig-torfige Note.

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Der Bourbon Whiskey wird anders als sein schottischer Kollege, welcher hauptsächlich aus gemälzter Gerste besteht, zu mindestens 51% aus Mais hergestellt. Zusätzlich kann Gerste oder Roggen beigemischt werden.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Bourbon in frischen Eichenfässern lagert, welche aus amerikanischer Weißeiche hergestellt und anschließend ausgebrannt werden.

Die größten Destillerien sind in den Staaten Kentucky und Tennessee beheimatet.
Beim Tennessee Whiskey wird eine Filterung durch Holzkohle vorgeschrieben, und er darf ausschließlich in Tennessee produziert werden. Somit ist jeder Tennessee Whiskey ein Bourbon aber nicht jeder Bourbon ein Tennessee Whiskey.

Bourbon Whiskey ist im Geschmack meist mild mit Karamell- und Vanillenoten, und aufgrund der frischen Eichenfässer sind auch deutliche Eichennoten enthalten.

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Der irische Whiskey gilt gegenüber dem schottischen als eher mild. Anders als bei den Schotten wird der irische Whiskey 3-mal statt 2-mal destillert.

Da sich nur der Scotch Whisky mit -y schreibt, wird Whiskey aus anderen Ländern mit -ey geschrieben.

Das Malz  des irischen Whiskeys wird meist durch Heißluft gedarrt (getrocknet) und nicht wie beim Scotch über Torffeuer. Dadurch erhält der irische Whiskey einen milden Geschmack. Dieser reicht von leicht süßlich über blumig bis hin zu fruchtig und eignet sich daher auch gut für Einsteiger.

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So wie es zu vielen Gerichten die passende Weinsorte gibt oder zur Tasse Kaffe ein leckeres Stückchen Torte, so gibt es auch für den Whisky genussvolle Ergänzungen.

Mancher gönnt sich ein Stück dunkle Schokolade zum Whisky. Die Aromen sollen wunderbar miteinander harmonieren und ein besonderes Geschmackserlebnis bieten. Zusätzlich greifen einige Whisky Genießer zu einer guten Zigarre. Mit dem Trio Whisky, dunkle Schokolade und Zigarre schnürt man so ein Aroma Paket und erhält einen Moment der Auszeit und des Genusses.

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Fristete Whisky vormals eher ein Nischendasein, so erfreut er sich heutzutage zunehmender Beliebtheit.

Der Blended Whisky war zwar schon immer beliebt, der Aufschwung des Single Malts außerhalb Schottlands kam allerdings erst Mitte der 1960er Jahre.

Blended Whisky macht zwar immer noch den Großteil der verkauften Flaschen aus, jedoch war es der Single Malt, der den Whisky weltweit erfolgreich gemacht hat.

Aufnahme von der Whisky Messe in der Neuen Tonhalle in Villingen

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Abends gemütlich auf dem Sofa das Feierabendbier genießen oder zum leckeren Essen ein gutes Glas Rotwein. Alkoholkonsum in Maßen und verantwortungsvoll ist, das ist wichtig.

Als Richtwert gilt für Männer maximal 2 Standardgläser pro Tag. Für Frauen die Hälfte. Als Standardglas gelten 1 Glas Rotwein oder 1 kleines Glas Bier oder 1 Gläschen Schnaps. An mindestens 2 Tagen pro Woche sollte auf Alkohol komplett verzichtet werden.
Quelle: Alkohol? Kenn dein Limit

Bei Whisky ist es ähnlich wie bei einem Schnaps. Man genießt ihn in kleinen Mengen, etwa 2cl oder 4cl. (1cl = 10 Milliliter).
Beim Whisky ist die Gefahr also nicht die konsumierte Menge, sondern die Regelmäßigkeit des Konsums. Da ein kleines Gläschen Whisky oft vernachlässigt wird, kann es schnell zur täglichen Gewohnheit werden. Daher sollte Whisky und Alkohol allgemein bewusst genossen, und die empfohlenen Mengen nicht überschritten werden. Dann spricht auch nichts gegen ein gutes Gläschen Whisky am Abend.

Interessant: Eine Flasche Bier 0,5l enthält ca. 20 Gramm reinen Alkohol. Ein Glas Whisky 4cl enthält ca. 13 Gramm reinen Alkohol. Die These dass hochprozentiger Alkohol automatisch schlimmer ist, stimmt also nicht. Auf die Menge kommt es an.

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Bei den beliebtesten Spirituosen in Deutschland liegt der Whisky in der Rangfolge etwa in der Mitte. Bei der Grafik wurden aus Platzgründen lediglich die ersten drei Plätze, die letzten 3 Plätze und der Whisky berücksichtigt.

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Rechnet man Scotch und die anderen Whiskysorten zusammen, so kommt man auf einen weltweiten Absatzanteil von 33%.

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Spirituosen sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Doch im Whiskyuniversum warten unzählige Aromen und Geschmäcker, so dass jeder ein passendes Tröpfchen finden kann. Aller Anfang ist schwer, doch mit ein wenig Übung lernt man die verschiedenen Sorten und Aromen zu unterscheiden. Ist der passende Whisky gefunden, bleibt nur noch eins, einen Moment inne halten und genießen. Jeder auf seine eigene Art und Weise.

Für Interessierte, Einsteiger oder auch als Geschenktipp zu Weihnachten, haben wir hier noch zum Abschluss 3 geeignete Einsteiger Whiskys für euch. Alle 3 Exponate liegen preislich etwa zwischen 20 und 30 Euro, sind allerdings nicht überall erhältlich.

Links: Der Jameson ist ein klassischer Irish Whisky, der sich weltweiter Beliebtheit erfreut.

Mitte: Der Glenlivet Founder´s Reserve bietet einen guten Einstieg in die Welt des Scotch.

Rechts: Der Four Roses vertritt die Bourbon Fraktion und kommt etwas fülliger und kräftiger daher als die bekannten Vertreter aus der TV Werbung.

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Redaktion und Pageflow Text: Jan Mörgenthaler
Kamera und Bilder: Steven Thoms
Ton und Schnitt: Patrick Szabo

www.GLFtv.de
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