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Von Indonesien bis Italien

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Studierende aus 135 Nationen waren im Wintersemester 2015/2016 am KIT eingeschrieben. Auch sie machen das KIT zu dem, was es ist – einem Ort, an dem viele Ideen, Sprache und Kulturen zusammenkommen. Über Internationalität am KIT haben Ann-Christin Kulick und Mailine Schirmeister mit einigen von ihnen gesprochen. 

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Studierende aus 135 Nationen waren im Wintersemester 2015/2016 am KIT eingeschrieben. Aufgeführte sind in der Grafik alle Länder, aus denen zum Wintersemester 2015/2015 mehr als 60 Studierende am KIT eingeschrieben waren.

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Als Bettino Crivellenti vor fast zwei Jahren von Italien nach Deutschland kam, war da zunächst vieles neu – Sprache und Kultur. „Ich habe mich entschieden, am Tandemprogramm teilzunehmen, um schneller Anschluss zu finden, meine Sprachkenntnisse zu verbessern aber auch mehr von der deutschen Kultur zu erfahren.“ Anna-Lena Sittle hat an der PH Karlsruhe Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit studiert. Währenddessen jobbte sie im International Scholars and Welcome Office (IScO) des KIT. Seit Abschluss ihres Studiums ist sie dort weiterhin in der ausländerrechtlichen Beratung tätig – aber ihr Interesse an anderen Kulturen und Sprachen geht über den Arbeitsalltag hinaus. Bereits seit ihrer Studienzeit nimmt sie am Tandem-Programm des Studierendenwerks teil. „Aktuell habe ich einen italienischen Tandem-Partner, davor hatte ich auch schon englischsprachige. Teilweise braucht es einige Zeit, jemanden zu finden, mit dem man auf einer Welle ist. Als ich es dann aber geschafft hatte, hat mir das extrem weitergeholfen“, erzählt Anna-Lena. Bevor sie sich mit ihrem italienischen Tandempartner traf, hatte Anna-Lena schon während des Studiums Italienisch gelernt und ein Auslandssemester in Italien absolviert.

Gao Siqi kommt aus China und studiert seit Oktober am KIT. „Als ich nach Karlsruhe kam, war alles neu für mich und ich hatte teilweise Probleme mich zurechtzufinden. Das Tandem hat mir geholfen, sowohl mit der Sprache als auch mit Kultur und Land.“   Über 100 Studierende nehmen jedes Jahr am Tandemprogramm des Studierendenwerks teil. Vor Ort oder über ein
Online-Portal registrieren sich die Studierenden mit der angebotenen Sprache, also ihrer Muttersprache, und der Sprache, die sie gerne lernen möchten. „Sobald ein Gegenpart gefunden wird, startet die Vermittlung und das Tandem kann sich zum ersten Mal treffen“, erklärt Organisatorin Iris Buchmann. Meist treffen sich die Tandemparter einmal pro Woche. Einige, um Übungsaufgaben zu machen, sich Grammatik zu erklären. Anderen, wie Anna-Lena und ihrem Tandempartner Bettino, geht es mehr um die Konversation: „Wir treffen uns meist zum Abendessen oder unternehmen sonst etwas gemeinsam“, berichtet Anna-Lena von den Treffen.   Auch das Studierendenwerk fördert den regelmäßigen Austausch: Bei internationalen Abenden können sich einheimische Studierende und Studierende aus dem Ausland ganz zwanglos kennenlernen und so auch einen Tandempartner finden. 

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Die Internationalisierung der Studierenden regt auch die Mensaleitung am KIT zu neuen Angeboten an. Wie, erzählt Sebastian Becker im Interview.    

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Thomas Latzko ist Doktorand am KIT. Als Mathematiker ist er in Kiruna, Schweden, nahe des Nordpols bei der Mess-kampagne POLSTRACC, um den Einfluss des Klimawandels auf die Tropopausenregion zu untersuchen. Im Video erzählt er von seiner Arbeit und dem Reiz des Fremden. 

BU
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„Wollen wir uns mal auf einen Kaffee treffen?“ „Nein.“ So lernten sich Maren und Marin auf einer Erasmus-Party kennen. Was klingt wie eine unfreundlicher Zurückweisung, wird mit dem zweiten Satz zur lustigen Anekdote: „Hast du verstanden, was ich gesagt habe?“ „Nein...“ Ein Missverständnis hätte beinahe das Kennenlernen verhindert. „Das kann bei einer internationalen Beziehung schon einmal passieren, dass man aneinander vorbeiredet“, erzählt Maren. Sie ist 26 und studiert Volkswirtschaft am KIT. Ihr Freund Marin kommt aus Kroatien ist 24 und studiert Informatik. Zunächst kam er nur für ein Auslandssemester nach Deutschland, schrieb sich dann aber regulär am KIT ein. Zuerst sprachen die beiden Englisch, bald schon Deutsch: „Ich will die Sprache richtig gut lernen, und so viel wie möglich zu üben. Maren verbessert auch immer, wenn ich einen Fehler mache, wodurch ich schon mein C2-Zertifikat bestanden habe“, erklärt Marin – „das entspricht dem Niveau eines Muttersprachlers“, ergänzt Maren stolz. Ob sie häufig auf ihre ähnlichen Namen angesprochen werden? „Ja, unsere Freunde finden, das macht uns zum Traumpaar“, erzählt Maren lachend.

Beide finden, dass sie von der internationalen Beziehung profitieren – nicht nur indem sie eine fremde Sprache lernen: „Durch Marin habe ich Kroatien kennengelernt. Ein Land, mit dem ich mich vorher noch nie beschäftigt hatte und außerdem hatte ich die Chance, richtig in diese Kultur einzutauchen – nicht nur als Tourist. Und sonst? Ich achte wieder viel mehr auf meine eigene Sprache, da ich Marin natürlich gutes Deutsch und keinen Karlsruher Dialekt beibringen möchte“, erzählt Maren. Ein Wörtchen hat sich da aber doch eingeschlichen: „Marin sagt manchmal ‚gell’, aber ohne das kommt man in Karlsruhe ja auch nicht aus!“   Nach dem Studium wollen die beiden vielleicht für ein paar Jahre nach Amerika – längerfristig haben sie sich allerdings schon darauf geeinigt, dass ihr Wohnort in Europa liegen sollte - wo genau, das ist noch offen.   

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