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Der Blindensee - Sagen und Mythen im Schwarzwald

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Ein Reiseziel mit allerlei Mythen und Sagen.

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Der Blindensee in der Nähe von Schonach im Schwarzwald wird in vielen Reiseführern als wunderbares Ziel angepriesen.

Was macht ihn so sehenswert und einzigartig? Worin liegen seine Besonderheiten? Mit welchem Charme fesselt er seine Besucher, und welche Geschichten erzählt man sich über den See?

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Der Blindensee befindet sich im Naturschutzgebiet Blindensee, das Teil der Schönwalder Hochflächen ist. 

Das Gebiet grenzt an die Gemarkung der baden-württembergischen Gemeinde Schönwald im Schwarzwald im  Schwarzwald-Baar-Kreis.

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Die Anfahrt zum Blindensee ist deutlich schwerer, als man es sich anfangs vorstellt, und führt bildlich gesprochen über Stock und Stein. Nachdem beschauliche Straßen durch kleine Ortschaften führen, taucht man in die Tiefen des Schwarzwaldes ein. Dieser zeigt sich auf kleinen verschlungenen Wegen in seiner vollen Pracht. Die friedvolle Ruhe des Waldes übermannt die Besucher nach jeder Biegung immer mehr. 

Nach ausgiebiger Bewunderung des "Naturschauspiels Schwarzwald" ist schließlich der Parkplatz erreicht, hinter dem Wegweiser in Richtung des Blindensees verweisen.


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Alle Wege führen nach Rom - oder zum Blindensee. Doch führen nicht alle Wege zum Ziel. Aufgrund der Tatsache, dass es sich hierbei um einen Hochmoorsee handelt, ist dieser ausschließlich über Bohlenwege zu erreichen. Das Betreten des Moors wäre zum einen sehr gefährlich, zum anderen befindet sich der See in einem Naturschutzgebiet, so dass man durch Wanderungen der Flora schaden würde.

Auf dem Bohlenweg durchqueren wir das Moor auf seiner mehrere Meter dicken Torfschicht. Die dunklen Spirken bilden einen schütteren urtümlichen Wald, der eine einmalige Atmosphäre schafft, die fesselt und fasziniert.


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Auf dem Holzweg

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Der Blindensee ist ein Hochmoorsee, der sich in einem als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Hochmoorgebiet nahe der Wasserscheide von Gutach und Elz befindet. 

Typisch für einen Hochmoorsee ist, dass er weder einen Zulauf noch einen Ablauf hat.

Der heutige Name "Blindensee" ist von dem Hofgut Blindenhof abgeleitet, zu dem das Naturschutzgebiet noch immer gehört. Das hier befindliche Wohnhaus des Hofs wurde bereits 1908 abgerissen.

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Der Blindensee ist ein sehr gefragtes Ausflugsziel

Julian Schmitz, Ferienland im Schwarzwald GmbH

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Das Wasser des Blindensees erscheint durch die bereits 60 cm unter der Oberfläche beginnenden Schlammschichten sehr dunkel. Der Boden des Sees ist vollkommen vermoort, so dass man keinen festen Boden erreichen kann. Des Weiteren wirkt die Oberfläche des Sees sehr ruhig und unberührt.

Viele Reiseführer bezeichnen den See aufgrund dessen als "mystischen Spiegel", "geheimnisvolles Auge", oder "verwunschenes Tor zur Anderswelt". Die fast schon unheimliche Stille am See lässt das dunkle Gewässer noch mystischer und verwunschener wirken.

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Der geheimnisvolle See ist ein sogenannter "Moorkolk". Moorkolke sind sehr spezielle Lebensräume, da sie nur durch Regenwasser gespeist werden deshalb sehr nährstoffarm sind. Säuren aus der Zersetzung der Torfe geben dem Wasser die braune Farbe. 

Das Wasser im Moor ist außerdem fast so sauer wie Küchenessig, was den Blindensee zu einem extrem feindlichen Lebensraum macht, in dem nur wenige Tier- und Pflanzenarten existieren können. Dies bewirken vor allem die Torfmoose, die die gering vorhandenen Nährstoffe aufnehmen können und durch Abgabe an Wasserstoff-Ionen das Wasser ansäuern. 

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In dem nährstoffarmen Boden des Hochmoors um den See findet man allerlei botanische Kostbarkeiten.

Durch die biologischen Begebenheiten findet man dort Pflanzenarten wie das Scheidige Wollgras,
die Gewöhnliche Moosbeere und den Rundblättrigen Sonnentau. In den nährstoffreicheren Randzonen wachsen
Fieberklee, Blutauge und Breitblättriges Knabenkraut. Das vorherrschende Klima bietet die perfekte Grundlage für die äußerst seltene Blumenbinse.

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Der Ochsenkarren im Blindensee

Julian Schmitz, Ferienland im Schwarzwald GmbH

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Nach einer Volkssage in Schönwald erzählt man sich, dass vor einigen Jahren zwei Laienforscher versuchten, die Tiefe des Blindensees zu vermessen. Es sollte kein leichtes Unterfangen sein, wie sich später noch herausstellte, denn gegen die abendliche Dämmerung beschlossen sie, die Seemitte mit einem kleinen Boot anzusteuern.

Diese war noch kaum erreicht, da rief die Stimme des Seegeistes aus der Tiefe: "Willst du mich messen, so muss ich dich fressen!". Von dieser Geisterstimme erschreckt, ruderten die beiden ihr Boot so schnell sie nur konnten an Land zurück und verließen fluchtartig den unheimlichen Ort. 

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Neben der scheinbar unmöglichen Vermessung des Blindensees und dem im See versunkenen Ochsengespann gibt es noch einen weiteren Mythos.

Eine Sage, der zufolge eine Kuh im Blindensee ertrunken und nach Wochen in der Donau wieder aufgetaucht ist, soll sogar zu einem (zwangsläufig vergeblichen) Versuch geführt haben, mittels Färbung des Seewassers eine Verbindung mit der Donau nachzuweisen. 

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