Notice

This multimedia story format uses video and audio footage. Please make sure your speakers are turned on.

Use the mouse wheel or the arrow keys on your keyboard to navigate between pages.

Swipe to navigate between pages.

Let's go

Mitreden, mitgestalten, mitbestimmen - AStA

Logo http://multimedia.hd-campus.tv/mitreden-mitgestalten-mitbestimmen-asta

Vom AStA haben die meisten Studis schon gehört. Doch was genau steckt eigentlich dahinter? Politisches Engagement, Interessensvertretung für die Studierenden, die Organisation des Unifestes, Beratung in verschiedenen studentischen Lebenslagen oder konkrete Hilfen wie der Verleih von Transportern oder eine kostenlose Mensakarte für Bedürftige: Die Liste der AStA-Aktivitäten ist lang.

In der Hintergrundgeschichte erfahrt ihr, wie sich der AStA aktuell für die Studierenden gegen die Sparmaßnahmen der Stadt Karlsruhe einsetzt, was er generell für euch als Studis macht, wie er sich in die Studierendenschaft einbettet und welche Mitmachmöglichkeiten es für euch gibt.

Foto: Gabi Zachmann

Goto first page

Die Stadt Karlsruhe hat massive Sparmaßnahmen angekündigt: 400 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren eingespart werden. Für den AStA ein Grund, auf die Barrikaden zu gehen – denn die Bereiche, in denen gespart werden soll, treffen vor allem die Studierenden hart.

Video: Amadeus Bramsiepe





Goto first page

Karlsruhe gilt bislang als studifreundliche Stadt. Die Fächerstadt kann mit einem hervorragend ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz, bezahlbaren Kultur- und Freizeitangeboten und vielen Fahrradwegen punkten. Auch Randgebiete wurden von der KVV die ganze Nacht hindurch angefahren. Doch damit ist jetzt Schluss: Mitte September 2016 wurden die Nightliner unter der Woche gestrichen, in den Nächten von Montag bis Freitag fahren sie nur noch einmal um 4.30 Uhr.

„Die Kürzungen sind so umfassend, man weiß kaum, wo man anfangen soll“, so Johannes Dippert, Vorsitzender des AStA am KIT. „Sie betreffen Kultur- und Freizeitangebote wie Theater, Frei- und Hallenbäder oder Zoo: Alles soll teurer werden. Am härtesten treffen uns die Kürzungen bei den Nightlinern.“

Von allen Studierenden bekommt die KVV einen solidarischen Beitrag – trotzdem hat die Stadt den nächtlichen Straßenbahn- und Busverkehr an Wochentagen zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr eingestellt. „Gerade auf dem Campus finden zu dieser Zeit noch viele Kulturveranstaltungen statt. Wer wegen der hohen Mieten und der Wohnraumknappheit in der Innenstadt in die äußeren Stadtteile ziehen muss, kommt nachts nicht mehr sicher nach Hause“, so Johannes Dippert.
  
Außerhalb des Zentrums zu wohnen, müsse weiterhin eine realistische Option für Studierende bleiben, so die Meinung der AStA-Mitglieder. Sie kämpfen für die Wiedereinführung der Nightliner: „Wir fordern, dass die stündliche Nahverkehrsanbindung aller Stadteile erhalten bleibt. Eine Einschränkung, nach der wir den gleichen Beitrag weiterzahlen sollen, lehnen wir ab“, erklärt Johannes Dippert.
  
Weitere Bereiche, in denen Studierende laut AStA negativ von städtischen Maßnahmen betroffen sind: Die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer, Streichung von Austauschprogrammen zwischen Studis aus Karlsruhe und Partnerstädten und Kürzungen, die Studierende mit Kind benachteiligen.

 Mit dem Arbeitskreis „AK Sparmaßnahmen“ setzt sich der AStA gegen die Sparmaßnahmen der Stadt zur Wehr.

Mehr Informationen auf der AStA-Webseite. 

Hier geht's zum Interview mit Johannes Dippert.


Text: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: Gabi Zachmann

Goto first page

Asta angebote 01
Fullscreen

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) unterstützt als Interessenvertretung die Studierendenschaft auf dem und rund um den Campus. Doch was genau bedeutet das? Was macht der AStA eigentlich für mich als Studi?

Die Studierenden, die im AStA tätig sind, wissen aus persönlichen Erfahrungen sehr gut, woran es im Alltag oft fehlt oder was einem Sorgen bereitet. Deshalb bietet der AStA zahlreiche Möglichkeiten, zu verschiedenen Themen Rat einzuholen: Er geht auf Anfragen und Wünsche der Studierenden ein und stellt ihnen kostenlos möglichst fachkompetente Berater zur Seite. Dazu gehört etwa die Sozialberatung. Dort kann jeder seine Fragen zu Bafög, GEZ oder Wohnungssuche loswerden. Bei juristischen Fragen, die zum Beispiel das Miet- sowie Arbeitsrecht oder andere Finanzsachen betreffen, steht ein Anwalt zur Verfügung, der die Studierenden mit Fachwissen berät.

Der AStA engagiert sich zudem für eine ausgeglichene Studienatmosphäre. Das heißt, dass nicht nur die Zeit während den Vorlesungen möglichst angenehm sein soll, sondern auch die besten Rahmenbedingungen zum „Büffeln“ danach gegeben sind – besonders in der stressigen Prüfungszeit. Erst kürzlich reagierte der AStA deshalb wieder auf den stetigen Wunsch nach einer verbesserten Lernraumsituation auf dem Campus und erreichte, dass die Seminarräume im Lernzentrum als Lernräume genutzt werden können.
„Die Gespräche mit dem KIT für eine angenehmere Lernatmosphäre und bessere Lernräume waren und sind auch weiterhin ein langwieriger und anhaltender Prozess,“ so Thomas Wacker vom AStA.

   

Ähnlich steht es mit den zur Verfügung stehenden Wohnungen. Jedes Jahr im Wintersemester wird der Ansturm auf Karlsruhes Universität und Hochschulen größer, während der verfügbare Wohnraum immer knapper wird. Deshalb organisiert der AStA Notunterkünfte für Studienanfänger, sodass niemand auf der Straße sitzen muss. Auch für Studenten, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, versucht der Studierendenausschuss bestmöglich Abhilfe zu schaffen. Ein Beispiel sind Freitischkarten für die Mensa, die Studis das kostenlose Mittagessen in der Mensa ermöglichen und sie so in einer finanziellen Notlage unterstützen.

Text: Melanie Kramer
Foto: photocase
Grafik: Theresa Lösch



Asta angebote 01
Close
Goto first page

Asta aufbau
Fullscreen

„AStA“ steht für „Allgemeiner Studierendenausschuss“: Mitarbeiten kann jeder, zum/zur Referent/-in muss man jedoch vom Studierendenparlament gewählt werden. Doch wie ist der AStA in die Studierendenschaft eingebettet und welche Funktionen werden von wem erfüllt?  

Die Studierendenschaft kann mit einem Staat verglichen werden: Es gibt eine Satzung (Verfassung), ein Studierendenparlament (Bundestag), die Fachschaften (Länder), die Fachschaftenkonferenz (Bundesrat) und den Ältestenrat (Bundesverfassungsgericht). Der AStA ist die Exekutive der Studierendenschaft: Er besteht aus dem Vorsitz und verschiedenen thematischen Referaten.  

Genau wie in der Bundesrepublik Deutschland wird alles demokratisch gewählt: Alle Studierenden sind dazu aufgerufen, an den Wahlen teilzunehmen. Diese finden einmal jährlich im Juni statt. Dann entscheidet sich, wer im Studierendenparlament sitzt, auch die Fachschaftsvorstände werden hier gewählt. Je mehr Studis an den Wahlen teilnehmen, desto mehr Gewicht erhalten Studierendenparlament und Fachschaftsvorstände, die dann die Interessen der Studierenden besser vertreten können. Zu besonderen Anlässen gibt es Vollversammlungen und Urabstimmungen – auch hier zählt eure Stimme, wenn es um grundlegende Fragestellungen und Entscheidungen geht, die euch als Studierende betreffen.

Hier gibt es detailiertere Informationen.

Text: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: Markus Breig 
Grafik: Saskia Memmer

Asta aufbau
Close
Goto first page

Asta bereiche
Fullscreen

Zwischen dem Kaffee am Morgen, Vorlesungen, der Mensa und dem Heimweg nichts zu tun? Wer sich engagiert, weiß, dass das Unileben mehr als nur Lern-Routine sein kann. Und wer glaubt, spannende Aufgaben seien mager, der hat sich noch nicht beim AStA umgeschaut.  

Von A wie Außendienst bis V wie Vorsitz gliedert sich der AStA in verschiedene Referate, die allerhand Tätigkeiten bereithalten. „Im AStA gibt es sehr viel zu tun, was wir meistens selbst auch nicht stemmen können. Mit jedem Studi, der dazukommt, können mehr Projekte umgesetzt werden“, erklärt Johannes Dippert, Vorsitzender des AStA.

Wer selbst den Überblick im Studium hat, kann im Referat für Soziales Sprechstunden zu BaFöG, Wohnen und Leben anbieten. Auch die Notschlafplätze zu Semesterbeginn organisiert das Referat.

Hilfesuchende in privaten Fragen zu beraten, ist Aufgabe des Referats für Chancengleichheit. Hier sind Einfühlungsvermögen und Erfahrung gefordert, denn es geht um sensible Themen wie Studieren mit Kind, Diskriminierung oder Coming-Out. Unterstützung suchen auch internationale Studierende, die neu ans KIT kommen. Wer Interesse an anderen Kulturen und Integration hat, kann sich im Referat für Internationales engagieren.

Bunt und lebhaft geht es im Kultur-Referat zu: Es koordiniert sich mit verschiedenen Kulturgruppen auf dem Campus, in der Stadt und darüber hinaus. Die Koordination mit den lokalen und studentischen Hochschulgruppen, aber auch mit den Fachschaften, ist das Aufgabengebiet des Innen-Referats.

Organisationstalente können sich im Kultur-Referat Unifest oder dem Unifest-Komitee ausleben. Für das jährliche Festival mit etwa 10.000 Gästen müssen Bands gebucht, Sponsoren gewonnen, Werbung verbreitet, Security eingewiesen und Getränke kaltgestellt werden – das ist nur als Team zu schaffen.  

Nicht bunt, aber grün ist die Vision des Referats für Ökologie. Recyclingpapier und andere Maßnahmen sollen das KIT nachhaltiger machen.

Apropos Team: Die Mitglieder und Angelegenheiten des AStA müssen natürlich auch verwaltet werden. Dafür setzen sich die Referate für Inneres, Finanzen und der Vorsitz ein, der Gespräche auf Augenhöhe mit dem KIT Präsidium leitet.

Gegenüber der Stadt Karlsruhe vertritt neben dem Arbeitskreis Sparmaßnahmen das Außen-Referat die Interessen der Studierendenschaft, welches sich zusätzlich auch über landesweite Konferenzen vernetzt.

Um die Studis laufend über Beschlüsse, Aktionen oder Angebote des AStA zu informieren, widmet sich ein eigenes Referat der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Gut vernetzt sind auch die Admins und die IT, sie halten die Webseite, Server und technischen Anlagen des AStA am Laufen.  

„Geht nicht gibt’s nicht!“ heißt es beim AStA. „Es gibt keine hohen Hürden. Man kommt einfach zu uns und sagt ‚Ich würde gern was tun‘ und dann finden wir auf jeden Fall etwas. Wir sind immer offen für Leute, die gute Ideen haben“, schließt Dippert.  

Für weitere Infos über die Referate und Hochschulgruppen sollte man einen Blick auf die Webseite des AStA werfen oder einfach vorbeikommen.     

Text: Birthe Wirth
Foto: AllzweckJack/ photocase.de 
Grafik: Annika Müller 

Asta bereiche
Close
Goto first page

Seit wann bist du Referent für Chancengleichheit beim AStA und was sind deine Aufgaben?
Ich bin seit Januar 2016 vom Studierendenparlament in das Referat für Chancengleichheit gewählt. Ich helfe Studierenden, die einer Minderheit angehören, bei Fragen und Problemen: Das beinhaltet Studis aus dem LSBT-Bereich (Anm. d. Red: Lesben, Schwule, Trans- und Bisexuelle), Studierende mit Kind, mit Behinderung oder chronischer Krankheit.  

Wie sieht die konkrete Hilfe aus?

Meistens gebe ich Ratschläge, an wen man sich bei bestimmten Problemen wenden kann: Ich arbeite in verschiedenen Arbeitskreisen am KIT mit, zum Beispiel „Studieren mit Kind“, „Sicher auf dem Campus“ oder der Gruppe „Audit Familiengerechte Hochschule“.
Gegebenenfalls stelle ich auch Kontakt zur Geschäftsstelle für Chancengleichheit am KIT her und berate in Sachen Nachteilsausgleich für Studis mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen. Auch Studierende, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung auf Probleme in ihrem Uni-Umfeld stoßen, können zu mir in die Beratung kommen.  

Gibt es weitere Aufgaben in deinem Referat?
Welche Aufgaben in einem Referat übernommen werden, ist in einem gewissen Maß auch den jeweiligen Referenten überlassen – je nachdem, wie viel Zeit und Motivation mitgebracht werden.
Ich habe zum Beispiel dieses Jahr im Sommersemester die queer_lectures organisiert, das war eine Vortragsreihe über Diversität und Chancengleichheit im Unialltag mit wirklich interessanten Dozenten. Ein ganz besonderer Gast war Dela: Sie leidet an der seltenen Glasknochenkrankheit und erzählte, mit welchen Hürden sie im Studienalltag zu kämpfen hatte.  

Mehr Info zu den queer_lectures
Delas Geschichte gibt es auch in der clicKIT-Titelstory "Studieren mit Handicap". 

Wie viel Zeit kostet es, ein AStA-Referat zu führen? Lässt sich das gut mit dem Studium verbinden?

Der Zeitaufwand hängt zum Teil auch vom jeweiligen Referat ab. Man sollte auf jeden Fall einmal die Woche zu den Sitzungen kommen und wenn man zum Beispiel Beratungen anbietet, eben in dieser Zeit für die Studis zur Verfügung stehen. In meinem Referat kann ich mir recht gut selbst einteilen, wie viel ich mache, wann ich das mache und was ich anbiete. Im Unifest-Referat sieht es schon anders aus: Bei so einem großen Event muss sehr viel organisiert werden, da fallen dann etliche Stunden mehr an. Und gerade unmittelbar vor dem Fest ist das mit freien Zeiteinteilung auch nicht mehr so einfach.  

Wird man dafür bezahlt oder macht man das ehrenamtlich?

Wir machen das so, dass die Referenten nach Bedarf bezahlt werden: Wenn jemand sagt, er hat kaum finanzielle Mittel, bekommt er etwas mehr, als jemand, der zum Beispiel schon von den Eltern ganz gut finanziert wird. Da versuchen wir, die Leute einigermaßen fair zu entlohnen, wenn sie als AStA-Referent arbeiten, anstatt zum Beispiel in derselben Zeit einem HiWi-Job nachzugehen und Geld zu verdienen. Es gibt aber auch Leute, die sagen, sie haben genug Geld und brauchen nicht mehr so viel zusätzlich. Also, ja: Man wird bezahlt, aber auch nicht allzu fürstlich. In der Praxis arbeiten die meisten natürlich viele Stunden ehrenamtlich – es macht ja auch viel Spaß! Man lernt sehr viel, kann Verantwortung übernehmen und knüpft nette Kontakte.

Text: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: Manuel Balzer

Goto first page
Close

Goto first page
Scroll down to continue
Swipe to continue