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Master ja oder nein

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Die Entscheidung für ein Masterstudium ist gefallen – jetzt stellen sich neue Fragen. Wichtig ist, sich frühzeitig erkundigen, um Bewerbungsfristen einzuhalten und einen lückenlosen Übergang zum Master zu haben.

Foto: fotogestoeber - Fotolia

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Abhängig vom Berufswunsch ist ein bestimmter Masterabschluss gefordert. Aber Achtung: je nach Bachelorabschluss ist es nicht möglich, sich ein beliebiges Masterstudium auszusuchen. Bei konsekutiven Masterstudiengängen macht man den Master im selben Fach. Das Ziel: grundlegende Kenntnisse aus dem Bachelor vertiefen. Voraussetzung für einen konsekutiven Master ist deshalb ein abgeschlossenes Bachelorstudium in derselben oder einer sehr ähnlichen Fachrichtung. Nicht-konsekutive Masterstudiengänge sind für alle, die nach dem Bachelor weitere Kenntnisse in einem anderen Fach erwerben wollen. Zulassungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor, Magister, Diplom). Allerdings sind nur spezielle Fächer nicht-konsekutiv und somit ist ein Fachwechsel nicht in jedem Fall möglich.

Text: Sandra Wiebe
Foto: Markus Breig/KIT

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Die Entscheidung für den Master und einen speziellen Studiengang ist nur der erste Schritt. Danach steht die Frage im Raum, an der alten Uni zu bleiben oder an eine andere zu wechseln.


Folgende Informationen können bei der Entscheidung helfen:


• Welche Unis bieten den gewählten Studiengang an?
• Welche Zulassungsvoraussetzungen hat der Studiengang? Es kann sein, dass sich diese je nach Universität voneinander unterscheiden.
• Erfüllt man die Voraussetzungen?
• Was kostet der Studiengang?



Wichtige Anhaltspunkte zum Ablauf des Studiums geben die Prüfungsordnung und das Modulhandbuch:


• Wie ist das Studium aufgebaut?
• Welche Regelstudienzeit ist vorgesehen?
• Welche Veranstaltungen sind Pflicht?
• Ist der Studiengang eher praktisch oder theoretisch orientiert?

Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen, der Prüfungsordnung und dem Modulhandbuch finden sich auf den Internetseiten der Universitäten.

Text: Sandra Wiebe
Foto: Markus Breig/KIT



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Beim Wechsel des Studienortes spielt nicht nur die Wahl der richtigen Uni eine wichtige Rolle, sondern auch alles rund um das alltägliche Leben: Mietpreise, Wohnungslage, Höhe der Lebenshaltungskosten, Stadtflair und Zusatzangebote der Uni wie Sport, Sprachkurse, Vereine, Hochschulgruppen und Campusleben.


Fragen zur Entscheidungshilfe: 
   

• Wie wichtig ist die Nähe zum Wohnort?
• Wie wichtig ist die Nähe zur Familie?       
• Wo leben/studieren Freunde?    
• Wo gibt es den gewünschten Studiengang? 
(Bei einzigartigen Angeboten.) 
• Wo gibt es den gewählten Studienschwerpunkt?
(Individuelle Ausrichtung des Studiums.)
• Große Uni oder kleine Uni?    
• Wie verhält es sich mit der Ausstattung?  
• Was sagt der Mietspiegel vor Ort?    
• Vorstellungen vom Freizeitwert – Natur und Umgebung?

Es ist immer besser, sich an mehreren Unis zu bewerben: Lieber aus mehreren Optionen auswählen, als aufgrund von Zulassungsvoraussetzungen oder begrenzten Plätzen ohne Studienplatz dazustehen.



Text: Sandra Wiebe
Foto: Markus Breig/KIT
 

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Bei der Entscheidung für eine Hochschule können Rankings helfen. Es gibt viele Hochschulrankings, die nach unterschiedlichen Kriterien und Methodiken die Qualität einer Hochschule bewerten. Sie bieten Informationen über das Betreuungsverhältnis von Lehrenden zu Studierenden, Daten zur Bibliotheksausstattung, Angaben zum Praxisbezug in einem Studienfach oder die Beurteilung der Studiensituation durch die Studierenden. Wie sich die Ergebnisse eines Rankings zusammensetzen ist eine wichtige Information, um die Daten im richtigen Kontext zu betrachten.

Die zwei bekanntesten Rankings sind das CHE-Hochschulranking und das THE-Ranking:

Das CHE-Hochschulranking analysiert 37 Studienfächer. Die Ergebnisse basieren auf Fakten und Urteilen von rund 150.000 Studierenden und 9.000 Professoren. Wenn man ein Fach auswählt, erhält man eine Liste der Hochschulen, die dieses Fach anbieten – zusammen mit einem Überblick über deren Rankingergebnisse.

Das Times Higher Education Ranking (THE-Ranking) bietet eine Liste der weltweit besten Universitäten, ausgewertet für die Kategorien Lehre, Forschung, Zitierhäufigkeit, Internationalität und Drittmittel aus der Industrie.

Hochschul-Rankings sind allerdings  umstritten. Methodische Probleme und eine ungenaue Datenlage erschweren objektive Aussagen. Eine Hochschule oder Fachrichtung kann in einem Ranking einen der vorderen Plätze einnehmen und landet trotzdem in einem anderen nur im Mittelfeld. Das kann daran liegen, dass sich Zielrichtung, Art der Datenerhebung oder die angewendeten Kriterien unterscheiden. Dennoch können Rankings Anhaltspunkte geben und eine Hilfestellung bei der Wahl der Hochschule sein.

Akkreditierung

Bei der Recherche ist es nicht ungewöhnlich, über das Wort „Akkreditierung“ zu stolpern. Doch was bedeutet das eigentlich? Die Akkreditierung wurde mit dem Bachelor-Master-System eingeführt und ist ein Verfahren zur Qualitätssicherung an Hochschulen. Dabei wird die Qualität eines Studiengangs durch spezielle Agenturen überprüft und bewertet. Hat ein Studiengang ein Akkreditierungsverfahren erfolgreich durchlaufen, erhält er eine befristete Akkreditierung. Da das Verfahren sehr teuer ist und für jeden Studiengang einzeln durchgeführt werden muss, verzichten viele Hochschulen darauf. Es sollte also kein fixes Kriterium sein für die Wahl einer Hochschule, kann aber bei der Orientierung helfen.

Weitere Informationen zum Thema Akkreditierung.


Weitere Informationen
 zum Thema "Master - ja oder nein" gibt es auf folgenden Seiten:
Mastersuche studieren.de
Master and More
Studiengangsuche der ZEIT
Hochschulkompass
Mastermessen / Termine

Hilfreich sind auch die Mastersprechstunden an Hochschulen, eigene Facebook-Seiten von Masterprogrammen und generell die Internetseiten der Universitäten.

Hier findest du alle Masterstudiengänge des KIT.


Text: Sandra Wiebe
Foto: Martin Lober/KIT

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Melanie ist 22 Jahre alt, kommt ursprünglich aus Heilbronn und studiert „Kommunikation und Medienmanagement“ an der Hochschule Karlsruhe für Technik und Wirtschaft. Sie schreibt gerade ihre Bachelorarbeit und wird keinen Master dranhängen. Stattdessen möchte sie die Chance nutzen, einige Zeit ins Ausland zu gehen: „Ich hänge noch ein Semester an und gehe für 4 Monate nach Costa Rica. Gerade als Student hat man viel mehr Möglichkeiten, um für eine bestimmte Zeit im Ausland zu arbeiten.“

In Costa Rica macht sie ein Praktikum, um weitere Arbeitserfahrung zu sammeln und ihr Englisch zu verbessern. „Zusätzlich belege ich noch einen Spanisch-Sprachkurs“, ergänzt sie. Ob ein Master empfehlenswert sei oder sogar von Arbeitgebern vorausgesetzt wird, ist ihrer Meinung nach stark vom Studiengang und dem Beruf abhängig, in den man einsteigen möchte. Die Entscheidung gegen den Master begründet sie damit, dass in ihrem angestrebten Berufsfeld Praxiserfahrungen wichtiger sind als ein Masterabschluss: „In meinen Praktika wurde mir das sehr oft von Leuten bestätigt, die schon in der Branche arbeiten.“ Auch Auslandserfahrung werde heutzutage von Arbeitgebern häufig vorausgesetzt. „Zudem spezialisiert sich der entsprechende Master an meiner Hochschule in eine Richtung, in der ich später nicht arbeiten möchte“, bedauert sie. „Ich müsste meinen Master also an einer anderen Hochschule oder Universität machen und dafür nochmal in eine andere Stadt umziehen.“

Die finanzielle Mehrbelastung, die ein Umzug mit sich bringen würde, sprach für Melanie ebenfalls gegen den Master: „Die vollständige Finanzierung mithilfe von Werkstudentenjobs oder anderen Aushilfsjobs ist nicht einfach, wenn man neben Studium und Jobben auch noch anderen Hobbys nachgehen möchte. Nach 4 Jahren Studium wäre ich einfach gern mal unabhängig von der Unterstützung durch Bafög oder meine Eltern. Ich möchte eigenes Geld verdienen“, sagt sie.

Außerdem sei in ihrer Branche nicht zwingend Schluss nach dem Bachelor: Alternativen zum Master, um beruflich weiter zu kommen sind Traineeprogramme oder ein Volontariat. „Ich denke, das ist eine tolle Möglichkeit, um sich unternehmensintern weiterzubilden und theoretische Kenntnisse zu festigen“, erklärt Melanie „Außerdem hat es glaube ich auch viel mit Motivation zu tun“, sagt sie abschließend. „Wenn man schon nach dem Bachelorabschluss keine Lust mehr auf Studieren hat, macht das mit dem Master nicht viel Sinn.“

Text: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: Markus Breig

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Katharina ist 26 Jahre alt, kommt ursprünglich aus Lörrach und studiert im vierten Mastersemester Germanistik am KIT. Zuvor hat sie am KIT den Bachelor in Germanistik und Philosophie gemacht. „Meine Kriterien bei der Wahl meines Masters waren der Aufbau des Studiengangs, der Praxisbezug sowie die Nähe zu meinem Wohnort“, erklärt Katharina. Der Masterstudiengang hat einen NC, zusätzlich musste sie an einem Auswahlgespräch teilnehmen. „Mein Vorteil war, dass ich die Professoren und Dozenten teilweise schon aus meinem Bachelorstudium kannte. Daher konnte ich besser einschätze, worauf sie im Gespräch Wert legen“, fügt sie hinzu.

Für ihren späteren Berufswunsch als Journalistin bräuchte sie eigentlich keinen Masterabschluss. „Ich erhoffe mir jedoch größere Aufstiegschancen, wenn ich einen Master habe“, sagt die Studentin. Ihren Lebensunterhalt bestreitet Katharina während des Masters komplett selbst, nachdem sie in den ersten beiden Semestern noch ein zusätzliches Stipendium erhalten hatte.


Text: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: privat

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Mailine ist 24 Jahre alt und schreibt gerade ihre Bachelorarbeit in „KulturMediaTechnologie“ an der Hochschule Technik und Wirtschaft in Karlsruhe. Sie hat sich gegen einen Master entschieden und wird direkt nach dem Bachelor in den Beruf einsteigen. „Ein Master bringt mich in meinem Studienbereich nicht wirklich weiter“, erläutert sie. Für ihren Berufswunsch als Journalistin sei ein Volontariat und Arbeitserfahrung sinnvoller. „Ich würde nur einen Master machen, wenn ich sonst keine Jobchancen hätte“, sagt Mailine.

Auch die Frage der Finanzierung sprach für einen sofortigen Berufseinstieg: Sie müsste sich ihr Masterstudium selbst finanzieren. „Da ich das einige Jahre gemacht habe, bin ich einfach froh, wenn ich mich auf nur eine Sache fokussieren kann“, so die angehende Journalistin. Außerdem habe sie durch vielfältige Praktika und andere Beschäftigungen während ihrer Studienzeit bereits einen guten Eindruck bekommen, in welchem Bereich ein Master sinnvoll sei: „In meinem Fall hat das keine gewichtigen Auswirkungen auf Karrierechancen oder künftiges Gehalt.“


Text: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: Niko Neithardt

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Patrick ist 24 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Sindelfingen. Für sein Bachelorstudium zog er nach dem Abitur nach Karlsruhe. Nach seinem Abschluss in Wirtschaftsingenieurwesen am KIT wird er an der LMU München einen Master in Data Science machen, einem relativ neuen Studiengang, der eine Kombination aus Informatik und Statistik darstellt.

„Ich habe mich dazu entschieden, die Uni zu wechseln, weil ich nach mehreren Jahren in Karlsruhe gerne einen Tapetenwechsel hätte“, sagt Patrick. Nach einem breit ausgelegten Bachelor will er im Master einen klareren inhaltlichen Schwerpunkt legen. „Die LMU in München ist bisher eine der wenigen deutschen Universitäten, die speziell den Studiengang Data Science anbieten“, führt er weiter aus.

Wichtig war für ihn neben dem inhaltlichen Schwerpunkt auch die gute nationale und internationale Reputation der Uni, die Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte zum Beispiel an Partnerhochschulen und zu guter Letzt auch die Attraktivität der Stadt: „Ich habe in München bereits ein Praktikum gemacht und fand die Stadt wirklich sehr cool. Die zentrale Lage in Süddeutschland mit Zugang zu Bergen, Seen und dem Englischen Garten spielte da sicherlich auch mit rein.

„Das Aufnahmeverfahren war recht streng: „Neben einem Essay zum Thema Data Science als Teil der schriftlichen Bewerbung wurde ich zu einem Auswahlgespräch eingeladen, in dem ich zu meinen Vorkenntnissen in den Bereichen Statistik und Informatik geprüft wurde“, beschreibt Patrick die Prozedur. „Das Ganze hatte schon fast den Charakter einer mündlichen Prüfung. Ich würde sagen, um ‚nur‘ einen Studienplatz zu ergattern, war der Aufwand nicht ganz zu vernachlässigen.“

Den Master betrachtet Patrick als eine Gelegenheit, das im Bachelor erworbene breite Wissen in den Bereichen zu vertiefen, die ihn interessieren. „Es ist aber auch eine Lifestyle-Entscheidung gewesen“, gibt er zu. „Ich sehe mich derzeit einfach noch nicht im Arbeitsleben und finde den Lebensabschnitt Studium wirklich sehr bereichernd. Gerade während der Studienzeit hat man die Möglichkeit, sich in studentischen Initiativen zu engagieren, im Rahmen von Praktika verschiedene Unternehmen kennenzulernen oder neue kulturelle Erfahrungen in einem Auslandssemester zu machen.“ Finanziell wird er von seinen Eltern unterstützt, zusätzlich wird er im Master durch Werkstudententätigkeiten oder freiberufliche Aktivitäten sein Budget aufstocken.


Text: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: privat

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Nicole ist 30 Jahre alt, gebürtige Karlsruherin und studiert im Master Germanistik am KIT. Zuvor hat sie ihren Bachelor in Komparatistik und Romanistik in Frankfurt gemacht. Den Uniwechsel für den Master vollzog sie aus privaten Gründen: „Die Nähe zu meiner Familie gab den Ausschlag“, sagt sie.

Ihr Masterstudium finanziert sich Nicole selbst. Um den Studienplatz zu bekommen, musste sie neben dem Auswahlgespräch einige Inhalte wiederholen: „Ich musste auf diese Weise bestätigen, dass der Master in dem Fach die richtige Richtung für mich ist“, erklärt sie. Positiv fand sie, dass sie bei diesem Auswahlgespräch auch gleich die Dozenten kennenlernte.

Nicole entschied sich für den Master, weil sie sich die Tür für eine eventuelle Promotion offenhalten will. „Außerdem werden in den Stellenausschreibungen für Geisteswissenschaftler oft nach MA-Absolventen gesucht“, ergänzt sie. „Ob ich mit dem Bachelor überhaupt irgendwo genommen worden wäre, weiß ich nicht.“ Karrierechancen oder Zukunftschancen spielten hingegen bei ihrer Entscheidungsfindung keine Rolle: „Ich habe mir das Studium nach meinen Interessen ausgesucht. Das mag manchen vielleicht naiv vorkommen, aber im Nachhinein war es die richtige Entscheidung für mich“, sagt sie.



Text: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: privat

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Das Zentrum für Information und Beratung ist die allgemeine Studienberatung des KIT. Für Studieninteressierte ist das zib die erste Anlaufstelle: Viele Informationen zu allen Studienmöglichkeiten am KIT und ein breites Beratungsangebot zu Studienwahl, Bewerbung und Zulassung gibt es hier ebenso wie Unterstützung bei der Studienplanung und allgemeinen Fragen rund ums Studium, zum Beispiel. Finanzierung oder Wohnen. Studierenden hilft das zib bei der weiteren Planung des Studiums, bei der Masterstudienwahl, bei Zweifeln am Studienfach und Problemen im Studium.

Michael Kurth spricht im Interview über die Services des zib für Studierende und diskutiert, wie wichtig ein Masterabschluss ist, beziehungsweise ob es Sinn macht, zwischen Bachelor und Master arbeiten zu gehen. Außerdem gibt er uns Ratschläge für Studierende mit auf den Weg, die kurz vor der Entscheidung für oder gegen einen Master stehen.


Interview: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: Lydia Albrecht 

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Was sagen Sie als Personaler: Wie wichtig ist ein Master? Gibt es bestimmte Fächer, in denen ein Master ein Muss ist und in anderen Fächern reicht ein Bachelor?
Ob ein Masterabschluss für die persönliche Entwicklung hilfreich ist oder nicht, hängt vor allem von den eigenen beruflichen Zielen ab. Wenn jemand eine akademische Laufbahn anstrebt, ist der Master sicher eine notwendige Voraussetzung. Auch wenn ein Student eine starke Vorliebe für theoretisch-konzeptionelles Denken mitbringt und später forschungsnah in der Industrie arbeiten möchte, ist der Abschluss eines Masterstudiums und ggf. sogar eine anschließende Promotion sinnvoll. Wenn ein Studierender jedoch schnell Verantwortung im Beruf übernehmen und gerne an Schnittstellenthemen, wie Projektmanagement oder Vertrieb, arbeiten möchte, ist der Bachelor in der Regel eine gute Basis.

Verdienen Masterabsolventen mehr als Bachelorabsolventen?
In der Regel liegt das Einstiegsentgelt von Masterabsolventen etwas höher als beim Bachelor. Aber dafür startet der Bachelor schon etwa zwei Jahre früher mit seiner Karriere, hat sein festes Einkommen und sammelt Berufserfahrung. Und diese Praxiserfahrung kann sich nach zwei Jahren auch schon in einer Entgelterhöhung niederschlagen.

Wie unterscheiden sich die Aufstiegsmöglichkeiten von Master- und Bachelorabsolventen?
In Aufgabenfeldern, die sehr von wissenschaftlich-konzeptionellem Arbeiten im Fachgebiet des Masterstudiums geprägt sind – wie Forschung und Entwicklung – ist der Master sicher teilweise erforderlich oder von Vorteil für die Karriereentwicklung. Generell sind die Aufstiegsmöglichkeiten jedoch viel stärker durch die Persönlichkeit, Lern- und Einsatzbereitschaft, Initiative, Flexibilität und Identifikation mit dem Unternehmen bestimmt. Je länger man im Beruf ist, umso weniger wichtig wird die Art des Studienabschlusses für die Karriereentwicklung – hier zählen dann die im Laufe der Entwicklung erreichten Erfolge viel mehr.   

Was halten Sie davon, wenn man nach dem Bachelor erst einmal arbeiten geht und Berufserfahrung sammelt und dann noch mal den Master macht?
Nach meiner Erfahrung ist es für die meisten sehr schwer, nachdem sie in den Beruf eingestiegen sind, ihr regelmäßiges Einkommen haben, sich privat zunehmend etablieren und an ihrer Karriere zu arbeiten, wieder aus dem Beruf auszusteigen und die Schulbank zu drücken. Besser ist es hier, direkt nach dem Bachelorabschluss nach einem berufsbegleitenden Masterstudium zu suchen.   

Kann man in Ihrem Unternehmen einen Master machen?

ABB bietet in Deutschland eine Vielzahl von Bachelor- und Masterarbeiten für Studierende an. Aber auch Möglichkeiten für einen berufsbegleitenden Master schreiben wir regelmäßig aus.     

Was würden Sie Studierenden als Ratschlag mit auf den Weg geben, wenn sie vor der Entscheidung „Master – ja oder nein?“ stehen
Sich gründlich mit den eigenen Stärken und Schwächen, den persönlichen Interessen und Lebenszielen auseinanderzusetzen, Checklisten, Tests, Literatur und Gesprächspartner zur Information heranzuziehen – und am Schluss aus dem Bauch heraus zu entscheiden, welcher Weg sich besser anfühlt.


Interview: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: Andreas Henn/ABB

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Interview: Tu-Mai Pham-Huu
Foto: fotogestoeber - Fotolia

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