Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Aus der Magersucht ins Leben

Logo http://multimedia.hd-campus.tv/magersucht

Zum Anfang

Noch kurz, bevor es losgehen kann

Bild katharina wei%c3%9f
Vollbild

Hallo, ich heiße Katharina Rostan und bin Studentin für KulturMediaTechnologie an der Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft und an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Ich bin die Autorin dieser Webseite.

Warum es diese Webseite gibt
Ich habe diese Seite ins Leben gerufen, weil eine gute Freundin von mir an Magersucht erkrankt war und ich hautnah miterlebt habe, wie es ist wenn ein Mensch an einer Essstörung erkrankt. Magersucht ist eine schlimme Krankheit - für Betroffene, aber genauso für Angehörige. Und es braucht viel Kraft und Mut, sich wieder heraus zu kämpfen.

Für wen diese Seite ist
Diese Seite richtet sich an Betroffene, Angehörige und an alle, die mehr über Magersucht erfahren wollen. Und an jeden, der gerne die Perspektive von Betroffenen und Angehörigen kennenlernen möchte, die diese heimtückische Krankheit selbst erfahren haben.

Was Sie erwartet
Ich glaube, dass oft nicht verstanden wird, dass es bei einer Magersucht um mehr als Essen geht und dass es für Betroffene nicht möglich ist, von jetzt auf gleich wieder normal zu essen.
Ich habe 6 (ehemals) betroffene Frauen getroffen und mit ihnen und ihren Angehörigen über ihre Krankheit gesprochen. 
Symptome, Therapie und das neue Lebensgefühl nach der Krankheit: nichts davon kam dabei zu kurz. Außerdem haben sich die Betroffenen und Angehörigen Tipps für ebenso Betroffene und Angehörige überlegt.
Darüber hinaus habe ich interessante Informationen über die Ursachen der Krankheit und die Diagnostik zusammengestellt. 

Wie diese Webseite funktioniert
Das Prinzip dieser Webseite ist ganz einfach: mit scrollen kommen Sie zum Ziel.
In der Übersicht können Sie das Kapitel auswählen, das Sie gerade am meisten interessiert. Wenn Sie sich durch das komplette Kapitel gescrollt haben, kommen Sie wieder zurück zur Übersicht. Mit einem Klick auf den Übersichtsbutton rechts oben in der Ecke kommen Sie immer wieder in die Kapitelübersicht.

Widmung
Ich widme diese Seite allen da draußen, die gerade nicht wissen, wie es weitergehen soll. Vielleicht gewinnt ihr mit den Geschichten der ehemals Betroffenen wieder neuen Lebensmut. - Chrissi, Franzi, Lena, Lisa und die beiden Rebeccas haben es vorgemacht: Es gibt einen Weg aus der Magersucht ins Leben




Bild katharina wei%c3%9f
Schließen
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang

Es gibt im wesentlichen 5 diagnostische Kriterien einer Magersucht: 

Vollbild

- Mindestens 15 % Untergewicht
- Angst vor einer Gewichtszunahme
- Kontrolle der Nahrungsaufnahme
- Störung der Körperwahrnehmung
- Bei Mädchen: Ausbleiben der Periode 


Es gibt 2 Subtypen: den Restriktiven und den Purging Typ.

Mädchen mit dem Restriktiven Typ essen sehr wenig. Sie schränken sich so sehr ein, dass sie stark untergewichtig werden.

Mädchen mit Purging Typ essen teilweise noch normale Portionen. Sie ergreifen aber Maßnahmen, um das Essen ungeschehen zu machen: Manche machen viel Sport, andere erbrechen oder missbrauchen Medikamente, wie z.B. Abführmittel. So nehmen sie auch stark ab. Das Verb "to purge" ist englisch und heißt so viel wie beseitigen, reinigen, abführen.

Die atypische Magersucht
Eine atypische Magersucht wird diagnostiziert, wenn eines der 5 Hauptkriterien für die Krankheit fehlt. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der oder die Betroffene sich noch realistisch im Spiegel sieht und somit keine Körperwahrnehmungsstörung hat oder noch nicht im Untergewicht ist. Das bedeutet aber nicht, dass die Essstörung weniger schlimm ist.

Weitere Anzeichen für eine Magersucht
Es gibt noch viele weitere Anzeichen und Verhaltensweisen, die für Magersüchtige typisch sind und an welchen man die Betroffenen erkennen kann. Mehr über diese Symptome erfahren Sie in Kapitel 2 aus Sichtweise der Betroffenen.



Schließen
Zum Anfang

Magersucht in Zahlen

Vollbild

- In Deutschland erlebt 1% aller Frauen im Laufe ihres Lebens eine Magersucht.
- Je nach Studie heißt es, dass 5 - 16% der Erkannten an Magersucht sterben.
- 20% aller Betroffenen bleiben ihr Leben lang krank, weil sich die Magersucht chronifiziert.
- 9 von 10 Betroffenen sind Frauen.
- Am häufigsten sind Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren betroffen, vorwiegend aus dem oberen Mittelstand.
- Langzeitstudien besagen, dass 73% aller Betroffenen wieder gesund werden.
- Bei einer von drei Betroffenen wechselt die Magersucht in eine Bulimie.

Schließen
Zum Anfang

Die typische Magersüchtige

Vollbild

Es gibt nicht die typische Magersüchtige, aber es gibt Anhaltspunkte, die darauf schließen lassen, ob jemand an Magersucht erkrankt ist. 

Hier eine kleine Checkliste von der Diplom-Psychologin Claudia Arnegger:

- Eine Magersüchtige hat einen dünnen, ausgemergelten Körper.
- Man sieht sie selten essen, oft behauptet sie, schon zuhause oder woanders gegessen zu haben.
- Sie ist sozial sehr zurückgezogen. Deshalb sieht man sie meistens alleine. Man könnte denken, sie genügt sich selbst.
- Wenn man sie auf ihre Abnahme anspricht, reagiert sie mit einer Mischung aus Negierung und Stolz.

Schließen
Zum Anfang

Bulimie, Orthorexie, Binge Eating und co.

Vollbild

Neben der Magersucht gibt es noch weitere Essstörungen. Alle haben jedoch gemeinsam, dass die Betroffenen ein gestörtes Gefühl zum eigenen Körper haben, ihre Gefühle nicht richtig wahrnehmen können und sich unzulänglich fühlen.

Die drei bekanntesten Essstörungen neben der Magersucht sind die Bulimie, Binge-Eating-Disorder und die Orthorexie. Oft sind die Grenzen zwischen den verschiedenen Essstörungen nicht ganz klar zu ziehen.


BULIMIE (ESS-BRECH-SUCHT)
BulimikerInnen sind wie auch Magersüchtige sehr auf ihr Äußeres fixiert und haben Angst, zu dick zu werden. Betroffene sind aber im Gegensatz zu Magersüchtigen normalgewichtig. Sie erleben Essattacken mit Kontrollverlust und versuchen diese entweder durch Erbrechen, die Einnahme von Abführmitteln oder durch Sport zu kompensieren. Bei einem Essanfall werden bis zu 20.000 Kalorien auf einmal gegessen. BulimikerInnen haben ein niedriges Selbstwertgefühl und leiden oft auch an depressiven Verstimmungen.

Bis zu 3% aller Frauen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren leben mit einer Bulimie, etwa ein Drittel von ihnen war vor dem Beginn der Bulimie magersüchtig.


BINGE-EATING-STÖRUNG
Betroffene erleiden regelmäßig Essanfälle, bei denen sie jegliche Kontrolle verlieren. Sie leiden sehr darunter, ergreifen aber keine kompensatorischen Maßnahmen wie BulimikerInnen. Dadurch werden sie schnell übergewichtig. Betroffene ekeln sich nach ihren Essanfällen oft vor sich selbst oder schämen sich zutiefst. Sie verspüren keine Sättigung mehr. 


ORTHOREXIA NERVOSA
Orthorexia nervosa nennt man in der Fachsprache den krankhaften Zwang, sich gesund ernähren zu wollen. Für Betroffene spielt vor allem die Qualität von Essen eine große Rolle, nicht die Menge. Nahrungsmittel, die den Betroffenen ungesund erscheinen, werden vermieden, was die Nahrungsauswahl stark begrenzt. Viele Betroffene trauen sich nur Selbstgekochtes zu Essen und meiden Essen in der Gesellschaft. Dadurch ziehen sie sich nach und nach zurück. 

Orthorexie kann Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, und Depressionen hervorrufen, aber auch zu Untergewicht und Mangelerscheinungen führen.


NICHT NÄHER BEZEICHNETE ESSSTÖRUNG
Wenn eine Essstörung nicht in die bekannten Kategorien eingeordnet werden kann, spricht man von einer "Nicht näher bezeichneten Essstörung".










Schließen
Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Es gibt ganz verschiedene Gründe zu
essen: Hunger, Langeweile, Frustration
und Kummer oder ein schöner
geselliger Anlass.

Für Magersüchtige ist Essen
aber nicht einfach nur Essen

Sie fühlen unheimlich viel und
intensiv, wenn sie essen. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Ein leckeres Stück Schokokuchen? Für Magersüchtige undenkbar!
Jede Magersüchtige macht sich ihre eigenen Regeln, was gegessen werden darf und was nicht.
Es gibt gute Lebensmittel und schlechte - verbotene und erlaubte.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Im Prinzip ist es ganz einfach:
Wenn wir Hunger haben, essen wir
soviel, bis wir satt sind. Wenn der Hunger
wieder kommt, essen wir wieder.

Jeder, der lange nichts isst, bekommt Hunger. Es stellt sich also die Frage, wie Magersüchtige mit diesem Hunger umgehen. Wie halten sie den Hunger aus? Oder verlieren sie irgendwann sogar ihr Hungergefühl? 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Jeder Außenstehende würde sagen, hier stimmt etwas nicht, dieses Kind ist krank!

Inwieweit spüren die Betroffenen selbst, dass sie krank sind? Oder finden sie ihr Essverhalten vielleicht sogar noch normal?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Betroffene essen kaum etwas. Und trotzdem gewinnt das Essen paradoxerweise eine immer größere Rolle in ihrem Leben.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Irgendwann bemerken die Angehörigen, dass die Betroffenen (fast) nichts mehr essen. Aber selbst dann gibt es noch unzählige Ausreden und Tricks, auf die die Magersüchtigen zurückgreifen.

Sie können nämlich unheimlich kreativ sein. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Die Waage hat eine große Macht für Betroffene. Denn sie zeigt an, ob die Magersüchtigen ihre selbst auferlegten Ziele erreichen oder nicht. 

Wie oft wiegen sich Betroffene und wie fühlt sich der Schritt auf die Waage an?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Betroffene kaufen teilweise Kleidung in Größe 32/34.
Manche müssen in die Kinderabteilung, weil selbst
XS zu groß ist. 

Sie leiden unter einer Wahrnehmungsstörung und können im Spiegel nicht sehen, wie dünn sie schon sind.
Was sehen sie stattdessen?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Magersüchtige vergleichen sich permanent mit ihrem Umfeld:
Bin ich dünner als andere? Kann ich genauso viel?
Bin ich besser oder schlechter? Habe ich genauso viele Freunde?

Diese und andere Fragen geistern den Betroffenen durch
den Kopf.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Sport ist eine Möglichkeit, um Kalorien zu verbrennen. Manche Betroffene werden ganz besessen auf Sport. 

Wie viel Sport machen Magersüchtige? Gibt es vielleicht sogar einen Punkt, an dem Sport nicht mehr möglich ist?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Die meisten Betroffenen gehen noch zur Schule oder studieren zum Zeitpunkt, wenn sie erkranken.

Ihre Leistung verändert sich während der Krankheit aber nicht unbedingt so, wie man es erwarten würde. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Haarausfall, brüchige Nägel, Schwindel, plötzliches
Umkippen, Ausbleiben der Menstruation, dauerhaftes Frieren
, hormonelles Ungleichgewicht, ...
Das sind nur einige der Folgeerscheinungen einer Magersucht.

Dazu kommen noch Langzeitfolgen wie Herzklappen-Fehler und Osteoporose.

Warum reicht das nicht als Grund, um wieder normal zu essen?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Magersüchtige isolieren sich zunehmend und
verbringen immer mehr Zeit alleine.
Freunde und Hobbies verlieren an Bedeutung.

Woran liegt das?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Manche nennen die Magersucht Tod auf Raten, weil sich Betroffene im Grunde genommen langsam zu Tode hungern. 

Merken Magersüchtige überhaupt, dass sie jeden Tag ein bisschen weniger werden?
Haben sie Angst davor zu sterben?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Für Außenstehende ist es wohl unverständlich, wie eine
Krankheit wie Magersucht für Betroffene auch positive
Aspekte
haben kann.

Diese Vorteile sind auch der Grund, warum Betroffene die Krankheit Magersucht so schwer loslassen können. Magersüchtige profitieren in gewisser Weise von ihrer Krankheit.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Magersüchtige sind KüstlerInnen des Versteckens.
Entsprechend lange kann es dauern, bis Angehörige bemerken, dass die Betroffene stetig abmagert.

Angehörige erzählen von dem Moment, als es Klick
gemacht hat. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Magersüchtige entwickeln unzählige kreative Tricks, um überhaupt erst nichts essen zu müssen
und um zu verstecken, was sie nicht gegessen haben.

Nicht alle Tricks bleiben unentdeckt.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Wenn es ums Essen geht, ist Streit quasi vorprogrammiert. Aber auch die allgemeine Situation in der Familie ist oft sehr angespannt. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Wie bringt man die Betroffene dazu, doch zu essen?
Ist es sinnvoll, das Kochen anzupassen oder nicht? - Auf diese Fragen gibt es keine gute Antwort.
Auch wenn den Angehörigen selbst der Hunger vergangen ist, essen sie in jedem Fall weiter, während die Betroffene nur 4 Blätter Salat isst.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Betroffene entwickeln sich zu wandelnden Skeletten. Aber es ändert sich mehr als nur die Statur. 
Angehörige stellen sich diesem Anblick jeden Tag.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Langsam verändert sich auch die Psyche der Betroffenen.
Die Person, die die Angehörigen kannten, verschwindet hinter der Magersucht.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Das Leben mit einer Magersüchtigen in der Familie ist ein auf und ab. Die Krankheit belastet alle.

Was war das Schlimmste während der Krankheitsphase?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Magersucht ist in der Altersgruppe der Jugendlichen die psychische Erkrankung mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Vor allem wegen der hohen Selbstmordrate.

Inwieweit bestimmt die Angst vor dem Tod der Betroffenen das Leben?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Die Angehörigen fühlen sich zunehmend unter Druck. Sie können die Situation nicht kontrollieren und die Betroffene auch nicht zum Essen bringen.
Was passiert nimmt sie mit und kann auch zu eigenen gesundheitlichen Beschwerden führen.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Wie schafft man es durch diese Zeit, in der man als Angehöriger so hilflos ist?

Was hilft den Angehörigen? Welches Verhalten und welche Denkweisen erweisen sich im Nachhinein als gute Strategie?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Natürlich versuchen Angehörige, etwas zu tun und irgendwie zu helfen. Das ist aber gar nicht so einfach.

Was hat ihrer Erfahrung nach geholfen? Kann man überhaupt helfen?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Ob im Bekanntenkreis oder in der Familie, die Menschen im Umfeld reagieren sehr unterschiedlich auf die Krankheit. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Der erste Weg nach Bemerken der Krankheit führt meistens zum Hausarzt. Der schickt einen entweder zu einem ambulanten Psychotherapeuten oder je nach Schwere direkt in die Klinik. 

Sich auf einen Therapeuten einzulassen kann zunächst sehr ungewohnt sein.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Neben der ambulanten Einzeltherapie gibt es auch Gruppenangebote. Es gibt Selbsthilfegruppen, die sich selbst organisieren und solche, die therapeutisch angeleitet werden.

Chrissi ging regelmäßig in eine Selbsthilfegruppe, die von einer Therapeutin geleitet wird.
Erst später begann sie mit einer ambulanten Einzeltherapie.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Manchmal reicht eine ambulante Gesprächstherapie
allein nicht aus.

Chrissi suchte deshalb Unterstützung bei einer Ernährungsberaterin, die sich auf Essgestörte spezialisiert hat. Von der Ernährungsberatung hat Chrissi sehr profitiert.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Für fast jede Magersüchtige führt der Weg mindestens einmal in eine Klinik. Kliniken bieten den PatientInnen vielseitige Therapieangebote. 

Die Betroffenen erzählen von ihren Tagen in der Klinik.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

In größeren Städten gibt es manchmal die Möglichkeit, in
einer therapeutischen Wohngruppe für Essgestörte zu leben. Auf diese Maßnahme greift man häufig erst nach
einem wiederholten Klinikaufenthalt
zurück.

Rebecca S. erzählt von ihrer Zeit in einer therapeutischen Wohngruppe in München.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

In der Klinik gibt es meistens eine vorgegebene Portion zu jeder Mahlzeit, die die PatientInnen essen müssen. Betroffene, die eine ambulante Therapie machen, müssen selbstständig lernen, wieder zu essen.

Manchen fällt das Essenlernen leichter, manchen schwerer.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Wenn die Mädchen wieder normal essen, 
nehmen sie automatisch auch wieder zu.
In Kliniken ist es üblich, dass die PatientInnen mindestens einmal pro Woche gewogen werden.
Das löst allerlei Gefühle aus.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Auf dem Weg in die Gesundheit gibt es immer wieder Rückfälle und Rückschritte. Sie sind normal und gehören zum Genesungsprozess. Ihre Dauer und Ausprägung kann ganz unterschiedlich sein. 

Auch die Betroffenen gehen unterschiedlich damit um. 

Audio öffnen

Zum Anfang
Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Nach einem harten Kampf erreichen Betroffene
irgendwann den Punkt, an dem sich spürbar etwas
verändert hat und es leichter wird. 

Woran haben die Betroffenen selbst gemerkt, dass die Dinge jetzt besser werden? Was hat sich in dieser Zeit verändert?

Audio öffnen

Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Die Hilferufe verstehen
Lukas ist geschieden, seine Tochter Franzi
wohnt inzwischen bei ihm. Er war für Franzi ein
wichtiger Begleiter während der Krankheit.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Da sein & die Hoffnung niemals aufgeben
Moritz lebt bei seiner Mutter, seine ältere Schwester Lisa lebt schon seit 6 Jahren in einer anderen Stadt. Moritz hat seiner Schwester vor allem mit Essensplänen geholfen.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Sein Kind lieben, glauben und zutrauen
Barbara ist Lenas Mama. Sie hat ihre Tochter während der Krankheit sehr unterstützt und ihr immer wieder geholfen, zeitnah einen Klinikplatz zu bekommen.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Magersucht kann man nicht verstehen
Anna ist (Magda-)Lenas Zwillingsschwester. Beide sind Barbaras Töchter und mit 2 weiteren Geschwistern
in einer Patchwork-Familie aufgewachsen.
Anna hat versucht, ihre Schwester so gut es geht zu unterstützen.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Mit Leuten sprechen, die sich auskennen
Giulia ist Rebecca C.'s Mama. Sie hat noch eine weitere
Tochter und hatte früher selbst eine Essstörung. Das hat ihr geholfen, frühzeitig zu handeln und ihre Tochter zu verstehen.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Nicht nur über Essen reden
Elke ist Rebecca S.'s Mama und ist alleinerziehend. Seit Rebecca in der Therapie-WG war, leben beide in verschiedenen Städten. Elke hat nach der Krankheit ihrer Tochter in ihrer Heimatstadt eine Angehörigengruppe gegründet. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

In Kriegszeiten wäre eine Magersucht nicht denkbar gewesen. Essstörungen und Körpermanipulation kamen erst mit dem Essensüberfluss.

Essensüberfluss ist so etwas wie das Fundament für Essstörungen.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Internet und Medien machen fast alles möglich - auch Essstörungen wie Magersucht?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Es sind vorwiegend Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren betroffen. Dafür gibt es einen Grund.  

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Eine genetische Disposition kann mit eine Ursache für Magersucht sein. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Im Bereich der soziokulturellen Faktoren sind vor allem die noch recht neuen Rollen-Anforderungen an Frauen maßgeblich.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Leistungsorientierung und Perfektionismus führen die Ursachen-Liste der individuellen Faktoren an. 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Es gibt teilweise Faktoren und Verhaltensweisen in Familien, die eine Krankheit wie Magersucht begünstigen können.

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Wenn das eigene Kind erkrankt, fühlen sich Eltern oft schuldig. Gerade auch wenn eine Trennung im Spiel ist. Aber sind sie wirklich "schuld"?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Wenn man sich einen Arm gebrochen hat, ist man wieder gesund, wenn der Bruch verheilt ist. Aber wie ist das bei einer Krankheit wie Magersucht?

Theoretisch ist die Krankheit besiegt, wenn die
Diagnose-Kriterien nicht mehr erfüllt sind. Aber wie definieren ehemals Betroffene Gesundsein?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Welche Bedeutung  hat es für die Betroffenen, wieder gesund sein zu dürfen? Wie viel wiegt die Genesung?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Was bekommt man, wenn man die Magersucht loslässt?
Wie ist das neue Lebensgefühl?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Spielt Essen noch eine große Rolle? Ist es manchmal noch schwierig?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Welche körperlichen Folgen sind noch zu spüren und wie ist es mit der Angst, zu dick zu werden?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Was bereuen Betroffene im Nachhinein? Welche Situationen und Gefühle würden sie gerne aus ihren Gedanken löschen?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Vom Standpunkt der Genesung gesehen, hatte die Krankheit einen Sinn? Was hat sie verändert?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Was geht in den Köpfen der ehemals Betroffenen vor sich, wenn sie jemand offensichtlich Magersüchtigen sehen? 

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Wenn etwas Zeit vergangen ist, sprechen die ehemals Betroffenen dann noch über ihre Krankheit? Oder schweigen sie doch lieber darüber?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

In Fachkreisen sagt man, es bleibt immer ein
Risiko, in einer schwieriger Zeit zurück in
die Krankheit zu fallen.

Haben die Betroffenen auch Angst davor?

Audio öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Audio jetzt starten

Was wünschen sich die Frauen für die Zukunft? 

Ein niedriges Gewicht kommt in diesen Wünschen nicht mehr vor.

Audio öffnen

Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden