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Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

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Los geht's

Konzeption Ideenfindung Storytelling by fuugle

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Woher bekomme ich eine gute Idee? Und woher weiß ich, ob diese Idee Erfolg haben wird? Schließlich möchte ich, dass sich der Aufwand für meine Videoproduktion lohnt und meine Zielgruppe einen Mehrwert daraus zieht.

Kreativ sein und damit erfolgreich bei der Zielgruppe punkten, kann jeder lernen. Wir zeigen dir, worauf es bei guten Themen wirklich ankommt, und mit welchen Techniken der perfekte Clip entsteht.

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Erfrischend, kreativ, anders.
Wie kommt man auf solche Themen?
Mache den Selbsttest: Wie würdest du an ein Thema herangehen? Über was könntest du berichten?

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Bitte nicht grübeln!

Kennst du das? Du sitzt am Schreibtisch und hast einfach keine Idee für ein gutes Thema?

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Ideenfindung: Bitte nicht grübeln!
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Für ein gutes Thema müssen wir nicht um die Welt fahren. Oft reicht es, wenn wir unsere Umwelt bewusster wahrnehmen. Daher gilt:

KONTAKT ZU MITMENSCHEN AUFNEHMEN

Was interessiert deine Freunde oder Familie? Was ist ihnen in den letzten Wochen aufgefallen? Gibt es etwas, dass ihnen besonders gefällt oder sie interessiert? Und was interessiert dich selbst? Hast du Hobbys, über die es sich zu berichten lohnt? 

LESEN, ZUHÖREN, ZUSCHAUEN

Die Medien um uns herum, wie Fernsehen, Radio, Zeitung, Social Media, sind wichtige Quellen für Inspiration. Welche Themen kannst du daraus für dein Publikum ableiten? 

AUF DIE EIGENE INTUITION VERTRAUEN

Was erwartest DU selbst von Videoclips? Was muss eine Produktion mit sich bringen, damit DU sie dir anschaust?






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Themen, die beim Publikum ankommen, sollten diese Kriterien erfüllen, oder zumindest einige davon:

Ist das Thema neu und überraschend?
Betrifft es die Lebenswelt der Zuschauer? Ist das Thema relevant, hat es Gesprächswert?
Gibt es einen Zusatznutzen, Service für den Rezipienten?
Ist das Thema unterhaltsam?
Ist es bildstark?

Kann deine Idee da in einigen Punkten mithalten?

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Ideenfindung: Kreativitätsübung

Deshalb ist es besonders wichtig, dass du aus deiner Komfortzone trittst und dich traust über deine Grenzen zu gehen.

Probiere einige Kreativitätstechniken aus. Du wirst sehen, dein Thema wird vielfältiger oder nimmt vielleicht eine ungeahnte Wendung.

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Assoziationen & Zufall

Diese Methoden eignen sich, wenn dir überhaupt nichts einfallen will. Lass deinen Gedanken freien Lauf, schränke dich nicht ein! Aus dem Zufall und deinen Assoziationen können tolle Ideen erwachsen!

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Brainstorming hilft dir, deine Gedanken aus dem Unterbewusstsein in dein Bewusstsein zu bringen.
Schreibe einfach auf, was dir gerade in den Sinn kommt und setze dir keine Grenzen! Hierfür bieten sich Cluster sehr gut an. Spinne die Idee immer weiter, bis dir nichts mehr zu diesem Thema einfällt oder du eine ganz andere Richtung eingeschlagen hast.

Diese Technik eignet sich, wenn du das ungefähre Thema schon kennst, aber nicht weißt, wie du es spannend umsetzen kannst. Wenn das Thema noch zu weit gefaßt ist, kannst du mit Brainstorming den Aspekt herausfiltern, den du thematisieren möchtest.


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Warum? Methode

Mit dieser Methode kannst du ein Thema oder eine Idee sehr schnell gestalten. Du fragst so lange WARUM, bis du das Thema umsetzen kannst oder bemerkst, dass es sich nicht umsetzen lässt.

Die Methode eigent sich, wenn du dich einer Fragestellung gegenüber siehst, die du nicht ohne Weiteres beantworten kannst. Die einzelnen Antwortstränge, die du während der WARUM?-Methode aufzeigst, kannst du verwenden, um daraus eine Idee für einen Beitrag zu erschließen.

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Mache dir Gedanken: Welches Thema bietet momentan den größten Gesprächsstoff? Welches Thema betrifft DICH bzw. deine Zielgruppe am Meisten?

Kleiner Tipp: Schreibe nicht auf, was bereits zum Thema bekannt ist, sondern genau das Gegenteil: Was ist noch unbekannt?

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Beobachte Szenen im Alltag und überlege, welches Thema dahinter steckt.

Beispiel: Ein Student kommt häufig zu spät zur Vorlesung. Welches Thema symbolisiert diese Szene? Der Zeidruck im Studium ist vielleicht sehr hoch.

Der Vorteil: Schon hast du das erste Bild im Kopf. Die beobachtete Szene kann eventuell als Symbolbild für dein Video dienen.

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BRAINSTORMING

Schreibe einen Überbegriff in die Mitte einer Seite. Notiere um den Begriff herum in kurzer Zeit (eine Minute) mindestens 20 bis 40 Assoziationen, die dir durch den Kopf schwirren. Alles ist erlaubt: Emotionen, Fragen, Adjektive oder persönliche Gedanken. Wenn dir Assoziationen schwer fallen, mache eine ABC Liste und suche zu jedem Buchstaben des Alphabets einen oder mehrere Begriffe. Schränke dich nicht ein. Erst wenn du alles aufgeschrieben hast, fängst du an, die Ideen zu bewerten. Es kann durchaus sein, dass dabei eine ganz neue Idee entsteht.


WARUM? - METHODE

Schreibe eine Frage oben auf eine Seite. Notiere mögliche Antworten als Äste darunter. Formuliere jede Antwort erneut als Frage und schreibe die Antworten darauf darunter. Höre erst auf, wenn keine weitere Frage mehr formuliert werden kann. Es entsteht ein verzweigter Baum mit vielen Ästen. Ein Ast oder ein Blatt kann Ausgangspunkt für dein Thema sein. Beachte, dass Antworten auch vom ursprünglichen Thema weg führen aber trotzdem lohnenswert sein können.


FRAGEN, FRAGEN, FRAGEN - Stelle die richtigen Fragen!

Fragen, die in die Tiefe gehen
Warum ist etwas so? Welche Teilprobleme gibt es? Welche Motive haben die Beteiligten? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?

Fragen, um die Sichtweise zu wechseln
Wie stellt sich das das Thema aus einer anderen Perspektive dar? Wie lässt sich das Thema neu formulieren? Wie machen es andere bei analogen Problemen? Was sollten die Beteiligten auf keinen Fall tun?

Fragen, um die zeitliche Perspektive zu ändern
Wann begann das Problem? Wie hat es sich früher geäußert? Wie wurde dem Problem in der Vergangenheit begegnet? Welche Auswirkungen hat das Problem in der Zukunft?

Spekulative Fragen
Was wäre wenn…?

Negativliste
Was ist noch unbekannt?


ASSOZIATIONEN & ZUFALL

Nimm dir eine Leinwand zur Hand und ein bisschen Farbe. Schalte deine Lieblingsmusik an und lass dich vom Rhythmus leiten! Versuche dabei deinen Kopf frei zu halten und konzentriere dich nur auf die Musik. Was siehst du? Aus dem Zufall und deinen Assoziationen können tolle Ideen erwachsen!

Schreibe Subjektive, Verben und Adjektive auf verschiedene Zettel auf und ziehe dann mit verbundenen Augen aus jedem Haufen ein Wort.

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Erzähle deinen Freunden von deiner Idee! Wie haben sie reagiert? Was haben sie gefühlt? War ihnen diese Information neu?

Wie werden Zuschauer über dein Thema reden?
"Stell dir vor, ich habe da einen Film gesehen…"

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Wie könntest du deine Idee anders umsetzen? Zum Beispiel aus einer anderen Perspektive.

Wie geht es origineller? Möchtest du dein Thema vielleicht überspitzen?

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Videos analytisch betrachten

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Schaue dir Videos an und analysiere sie anhand folgender Merkmale:

THEMA
Wende die Checkliste für gute Themen an. Ist die Information neu? Betrifft sie die Lebenswelt der Zuschauer? Hat das Thema einen Zusatznutzen? Ist das Video bildstark und unterhaltsam?

AUSSAGEWUNSCH
Verstehst du, welche Botschaft der Autor dir vermitteln will und hat er das Video entsprechend gestaltet?

SCHNITTBILDER
Wurde die 5-Shot-Coverage angewendet? Bestehen die Schnittbilder also aus Sequenzen von mindestens 3 bis 5 Einstellungen zum selben Motiv und nicht aus einer Aneinanderreihung von Einzelbildern?

O-TÖNE
Was sagen die Interviewpartner? O-Töne sollten emotional sein. Sie stellen die Meinung oder das Fachwissen des O-Ton-Gebers dar. Sie beantworten keine Faktenfragen. Diese gehören in den Sprechertext.

SPRECHERTEXT
Ist der Sprechertext fürs Hören formuliert? Ist er beim ersten Ansehen leicht verständlich und vermittelt trotzdem neue Informationen?

STORYTELLING - DRAMATURGIE
Folgt der Ablauf der Geschichte einem roten Faden? Gibt es einen Anfang und ein Ende? Ist eventuell sogar ein Konflikt erkennbar?

KAMERA
Sind die Bilder scharf und richtig belichtet? Wurden die Motive korrekt kadriert?

AUDIO
Ist das Video gleichmäßig laut gepegelt? Hört man Störgeräusche oder ungewollte Übergänge? Passt der Ton zum Bild?

HINROLLEN UND REINSEHEN
Mit der Zeit wirst du dein analytisches Sehen trainieren und immer mehr Aspekte eines Videos erkennen können. Aber Vorsicht! Beim ersten Ansehen kann niemand alle Fehler erkennen. Wenn du eine Stelle entdeckst, an der du wiederholt abgelenkt wirst oder der Geschichte nicht mehr folgen kannst, schau dir diese Stelle ganz genau an. Ist dort vielleicht ein Einzelbild, das ablenkt? Oder wird auf der Audiospur etwas anderes vermittelt als im Bild, eine sogenannte Text-Bild-Schere? Mit dieser Methode kannst du auch deine eigenen Videos analysieren und Schwachstellen erkennen und verbessern.

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Um deine Idee erfolgreich an den Mann oder die Frau zu bringen, muss ein roter Faden die Rezipienten durch die Informations- und Faktenflut leiten. “Storytelling” heißt das Zauberwort.

Mache den Selbsttest: Wie würdest du deine Idee verpacken? Wer ist dein Protagonist, welche Fragen sollen beantwortet, welche Emotionen transportiert werden? Was ist der Konflikt? Und wie können die Zuschauer zum Nachdenken angeregt werden?

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Storytelling

Am Beispiel der Geschichte des kleinen roten Fadens, Tom, zeigen wir dir, auf welche Punkte du beim Storytelling achten musst.

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Storytelling
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Ein gutes Storytelling startet direkt und ohne Einleitung mit einem Höhepunkt und bindet damit sofort den Rezipienten. Möglichst unterschwellig folgen im nächsten Schritt die prägnanten Informationen und Fakten. Hierbei steigert sich die Story erneut zu einem zweiten Höhepunkt, der damit auch den Abschluss bilden soll.

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Im nächsten Schritt gilt es, die richtige Darstellungsform für die Idee zu finden. Soll das Thema im Rahmen einer Reportage aufbereitet werden? Oder kommen die Informationen durch einen Bericht besser zur Geltung?

Sei kreativ! Und hab keine Angst, das Thema auch aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Überrasche deine Zuschauer mit Grafiken, Tests oder Gegenüberstellungen.

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ALLES VERSTANDEN? DANN MACHE JETZT DEN SELBSTTEST!

1. Wähle ein Thema!

2. Formuliere das Thema aus!
Ist es relevant? Wie kann es relevant werden? Was weißt du darüber? Was weißt du nicht darüber? Versuche dabei deine Sichtweise zu ändern, dich tiefer mit dem Thema auseinanderzusetzen und spekulative Fragen zu stellen.

3. Wende Kreativitätstechniken an!
Wenn du stecken bleibst, oder dein Aussagewunsch noch unklar ist, helfen dir Kreativitätstechniken deine Idee  zu perfektionieren.

4. Recherchiere zu deinem Thema!
Ohne Recherche bleiben viele Fragen offen, und du kannst kein Konzept schreiben. Je mehr du weißt, umso leichter wird es, eine Geschichte zu erzählen. Und umso interessanter werden deine Zuschauer dein Video finden. Langweile dein Publikum nicht mit Informationen, die ihnen schon bekannt sind.
 
5. Verpacke die Idee in eine Geschichte!
Wie fängt die Geschichte an? Wie endet sie? Und was möchtest du dazwischen erzählen? Notiere dir die Punkte in einem Treatment oder Storyboard.

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