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Karlsruher FV - Zwischen Meisterschale und Kreisliga

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Deutscher Meister. Heimat vieler Nationalspieler. Attribute, die man mit vielen Vereinen Deutschlands in Verbindung bringt - Bayern München, Borussia Dortmund, auch der Karlsruher SC steht in dieser Riege. Doch neben dem KSC hat auch ein anderer Verein aus der Fächerstadt dafür gesorgt, dass Karlsruhe lange als Herzstück des deutschen Fußballs galt. 

Es ist der 15. Mai 1910. In Köln wird an diesem Tag über die Deutsche Fußballmeisterschaft entschieden. Holstein Kiel ist der Gegner in diesem Spiel um die Meisterschale, die im Jahr zuvor der Karlsruher FC Phönix in die Fächerstadt holte - der KFV kann also dafür sorgen, dass sich Karlsruhe endgültig als Mekka des Deutschen Fußballs etabliert. In der Zwischenrunde hat der Karlsruher FV eben jenen Konkurrenten ausgeschaltet. Dieser wichtige Sieg sollte sich auch auf andere Art und Weise verewigen. Die Freiburger Firma "Welt-Kinematograph" sorgte dafür, dass von diesem Spiel die ersten bewegten Aufnahmen eines Fußballspiels auf deutschem Boden produziert wurden. Journalisten kamen landesweit ins Schwärmen, wurden sie auf den Fußballstandort Karlsruhe angesprochen: "Wer fragt, wo in Deutschland Fußball gespielt wird, dem wird der Eingeweihte in erster Linie den Namen der badischen Landesresidenz Karlsruhe nennen. Der Name bedeutet ein Programm im deutschen Fußballsport, ihn umgibt der Nimbus des Vollendeten [...]"., so ein Münchner Journalist. Jener "Nimbus des Vollendeten" sollte sich auch an diesem Tag im Mai 1910 durchsetzen. In einem spannendem Spiel, das lange auf Messers Schneide stand, ging der Karlsruher FV in der Verlängerung als Sieger hervor. Mannschaftskapitän Max Breunig, gefürchtet für seinen gewaltigen Torschuss, verwandelte einen Elfmeter zum entscheidenden 1:0 über Holstein Kiel - der Karlsruher FV, angeführt von seinen jüdischen Nationalspielern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs, war deutscher Meister. An diese Meisterschaft erinnert heute nicht nur die Gravur in der Meisterschale, die heute noch vergeben wird - auch eine Stele vor dem Haus "Karlsruher Weg" an der Julius-Hirsch-Straße erinnert an das damalige Team. 


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Sechs Jahre nach dem Krieg.

Der Karlsruher FV hat sich nach den schweren Jahren, die der Verein während der Weltkriege durchlebt hat, wieder erholt. Das neue Stadion an der Telegraphenkaserne steht, nach einigen Abstiegen hat sich die Mannschaft wieder nach oben gekämpft. Das lag vor allem an einem Spieler: Kurt Ehrmann.

Aus der Kriegsgefangenschaft zur Amateurmeisterschaft

Ehrmann wurde, wie viele seiner Altersgenossen, an der Front eingesetzt. Die Jahre 1944 bis 1946 verbrachte der Stürmer deshalb in Kriegsgefangenschaft. Zuvor hatte Ehrmann für den FC Frankonia Karlsruhe gespielt, an der Freilassung aus dem Gefangenenlager in Cham in der Oberpfalz hatte jedoch ein anderer Verein aus der Fächerstadt einen großen Anteil: Der Karlsruher FV. Diese daraus entstandene Verbundenheit sollte auch dafür sorgen, dass Ehrmann nach einem kurzen Intermezzo beim Stadtrivalen VfB Mühlburg wieder zurück zum KFV wechselte und diesen erst zur Meisterschaft in der Bezirksklasse, und später im Jahr 1950 zur deutschen Amateurmeisterschaft schoss. Diese Leistung blieb nicht unbemerkt: Ehrmann wurde mit einer Nominierung für die Nationalmannschaft belohnt und nahm 1952 an den olympischen Spielen in Helsinki teil. Dies war zugleich der nächste Einschnitt in der Geschichte des Karlsruher FV: Kurt Ehrmann sollte dadurch als der letzte Nationalspieler dieses Vereins in die Geschichte eingehen.

Die Konkurrenz fusioniert - Der KFV bleibt auf der Strecke

Der KFV hielt sich in den nächsten Jahren im Amateurfußball, spielte in den 70er Jahren sogar nochmal um die deutsche Amateurmeisterschaft mit.
Die Kräfteverhältnisse in der Stadt hatten sich in der Zwischenzeit jedoch geändert. Der große Rivale aus früheren Zeiten, der FC Phönix, hatte mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Das Wildparkstadion war zudem sanierungsbedürftig, dem Kontrahenten VfB Mühlburg mangelte es an einem solchen Stadion. Die Vereine nutzten diese Gelegenheit und fusionierten zum KSC Phönix-Mühlburg - Heute bekannt als Karlsruher SC. Dem KFV bot man eine Aufnahme in diesen Verein an, was man jedoch ablehnte. Schließlich hatte sich der Verein in den letzten Jahren gerade erst wieder nach oben gekämpft.
Der Karlsruher FV strebte  nach mehr. Als 1968 der Grundstein für das neue Vereinsheim gelegt wurde, ahnte jedoch noch niemand, dass dies eine Hypothek sein sollte, die den Verein in den folgenden Jahren schwer belasten wird. Renovierungen, Spielfeldverlegungen und der Ausbau des Geländes belasteten immer mehr die Vereinskasse. Doch nicht nur in die Infrastruktur, auch in die Mannschaft wurde Geld investiert. Zudem konnte man mit der ersten Mannschaft des Karlsruher Sportclub nicht mehr mithalten. Nachdem man es Anfang der 90er sogar wieder in die Verbandsliga geschafft hatte und somit Ligarivale der Reserve des Karlsruher SC wurde, investierte der Verein in den Kader. Der sportliche Erfolg blieb jedoch aus. Die Folge: Eine Insolvenz im Jahre 2004.
























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Oliver Kahn über den Karlsruher FV

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Auch Karlsruher Sportpersönlichkeiten wie Oliver Kahn haben ihre Erfahrungen mit dem Karlsruher FV gemacht. Der Vater des zweimaligen Welttorhüters, Rolf Kahn, hatte den KFV zwischenzeitlich sogar trainiert, Oliver Kahn selbst spielte mit dem Karlsruher SC immer wieder gegen den Stadtrivalen.

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Kapitel 1 Die Anfänge des Karlsruher FV

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Meisterschale bearbeitet

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Kapitel 2 Der Absturz

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Haupttribuene
Kapitel 3 Der Neuaufbau

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