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Kampfhunde - Missverstandene Monster

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Im Jahr 2000 wurden aufgrund von Unfällen mit Kampfhunden die Gesetze für die Haltung dieser verschärft. 
Diese Gesetze stammen aus Forderungen von Bürgern, die Angst vor weiteren Zwischenfällen hatten.

Dass Hunde aufgrund ihrer Rasse automatisch gefährlicher sind als andere, konnten Studien bisher nicht belegen. Trotzdem hat sich bis heute die Gesetzeslage nicht verändert.

Dieser Kommentar zeigt am Beispiel von Kampfhündin Kimba und ihrer Halterin Christina Krausche, dass nicht alle sogenannten Kampfhunde brutale Bestien sind.

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Kimba ist eine 6 Monate alte Rottweiler/American Staffordshire Terrier Hündin und ist das perfekte Gegenbeispiel für alle, die gegenüber Listenhunden Vorurteile haben.

Mit ihrer fröhlichen und verspielten Art hält sie ihr Frauchen Christina Krausche auf Trab.

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Viele Menschen glauben, dass Kampfhunde zur Aggressivität gezüchtet wurden und diese tief in ihren Genen verankert ist. Seit dem 18. Jahrhundert wurden bestimmte Hunderassen explizit für Hundekämpfe gezüchtet. Jedoch hängt das Sozialverhalten von Hunden stark vom Halter ab.

Am bedeutendsten für die Erziehung eines Hundes ist der Zeitraum zwischen der 3. und 20. Lebenswoche. In dieser Zeit lernen Hunde am meisten und eignen sich so ihr Sozialverhalten an. Hunde die für Kämpfe gezüchtet werden, sind so konditioniert, dass sie anderen Hunden aggressiv und brutal gegenüber treten. Dem Menschen sind diese aber meist zutraulich und gehorsam.

Leider gibt es Zuchtlinien einiger Hunderassen, aus Qualzuchten, die genetische Verhaltensstörungen aufweisen. Wie oftmals auch beim Menschen sind viele psychische Krankheiten bei Tieren ebenso vererbbar.

So entsteht ein falsches Bild von den sogenannten Kampfhunden, und die Menschen verurteilen bestimmte Rassen mehr als andere.

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Bereits in der Frühzeit und der Antike wurden Hunde für Kriege und zur Unterhaltung in Kämpfen eingesetzt. Im 18. und 19. Jahrhundert, der Blütezeit für Hundekämpfe, wurden Hunderassen wie der Bulldog mit dem Terrier gekreuzt, um so eine stärkere und kampfwilligere Rasse zu züchten.

In sogenannten "Pits" sollten Hunde bis zum Tode kämpfen und somit für ihre Besitzer Geldpreise gewinnen. Hieraus formte sich im Volksmund der Begriff "Pitbull".

Dieser grausame "Sport" diente zur Unterhaltung der Zuschauer und als Lebensunterhalt der Hundebesitzer. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts sind Hundekämpfe illegal.

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Leben mit einem Listenhund

Kampfhund-Halterin Christina Krausche berichtet über ihre Erfahrungen mit Vorurteilen.

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Viele Hundebesitzer und deren vierbeinige Begleiter haben mit Vorurteilen, unbegründeten Anfeindungen und Angst ihrer Mitbürger zu kämpfen.
 
Auch besondere Gesetzesauflagen wie beispielsweise erhöhte Steuerabgaben, Leinen- und Maulkorbpflicht machen es ihnen nicht gerade leichter.

Die einzelnen Kommunen haben bei den Auflagen freie Hand, weshalb sich Besitzer eines "Listenhundes" je nach Wohnort bei ihrer Stadt informieren müssen.

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Seit dem Beißunfall, bei dem der 6-Jährige Volkan in Hamburg-Wilhelmsburg im Jahre 2000 gestorben ist, wurde dem Thema Kampfhunde erheblich mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Besitzer des Pitbulls, der den Jungen angriff, war polizeilich bekannt und ließ seinen Hund auf dem Schulgelände in der Nähe des Tatortes frei laufen. 
Auch sein Hund war schon wegen Beißattacken gegen seine Artgenossen auffällig geworden.

Nach langer Diskussion in Medien und Politik haben die Bundesländer Verordnungen, die die Listenhunde betreffen, verabschiedet.

Bulldog, Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bull Mastiff, Bullterrier, Dobermann, Rottweiler und Tosa Inu sind die gängigsten Hunderassen, die auf den Listen der einzelnen Bundesländer vorkommen. Trotz der Tatsache, dass Schäferhunde die Statistik der Beißunfälle anführen, können diese dennoch ohne Auflagen gehalten werden.

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Benachteiligung von Listenhunden

Hundehalterin Christina Krausche glaubt, dass Auflagen von Behörden ihren Hund einschränken.

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