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Jazzflow - ein hippes Klangkarrussel

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Jazz steht seit eh und je für Zusammengehörigkeit und den musikalischen Ausdruck von Freiheit.
Jeder Ton, der für manch einen unschön und dissonant klingt, passt dagegen hervorragend in das kunterbunte Sammelsurium eines Jazzmusikers; Hier ist alles erlaubt. Groovt mit uns durch die Musikgeschichte und erfreut euch an den Glanzpunkten des Jazz.

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Piano (Tasteninstrument): Zu Beginn der Jazzgeschichte als Soloinstrument (siehe Ragtime und Blues) unterwegs, ist das Piano im modernen Jazz nicht nur Erzeuger von Rhythmus und Off-Beat Akkorden. Genauso ins Reportoire eines Jazzpianisten gehören wilde Improvisationen und Tonleitern auf und abspielen.


Jazzgitarre (Zupfinstrument): Fingerpicking, warme Akkorde, Verzerrungen, Soli und kunterbunte Melodien - die Jazzgitarre ist vielseitig einsetzbar. Sie klingt jedoch deutlich anders als beispielsweise die E-Gitarre, welche gerne im Rockgenre genutzt wird, oder die klassische Konzertgitarre. Weicher und doch durchdringend hebt sie die Jazzmusik auf eine neue Ebene.


Drums (Schlaginstrument): Rhythmus Ikone des Jazz. Impulsiver Taktgeber stets zu Diensten. One, two, three, four und die Band beginnt zu spielen. Hi Hat und Ridebecken werden im Jazz besonders gerne genutzt. Sie sorgen für einen angenehmen soften Sound.

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Saxophon (Holzblasinstrument):
Goldene Mundmusik - Ein kleines Blättchen wird durch Luftvibrationen in Schwingung gebracht. Diese Schwingung wird an ein Mundstück geleitet, weiter durch den S-Bogen bis hin zum Resonanzkörper. Wenn alles schwingt, lauschen wir warmen, kräftigen, reinen aber auch kratzig rauchigen Wohlklängen.


Kontrabass (Streichinstrument): Der Riese unter den Streichinstrumenten. Wusstet ihr, wie der Kontrabass zu seinem Namen kommt? Mit ihm ist es möglich, Töne in einer Kontraoktave zu erzeugen. Dicke Saiten werden durch das Anzupfen über dem Schallloch ins Schwingen gebracht. So begleitet er tief und taktvoll durch die furiosesten Jazzstücke.


Trompete (Blechblasinstrument): Majestätisch, golden und der Löwe im Jazzdschungel. Spieltechniken im Jazz werden von Pumpventilen an der Trompete unterstützt. Um einen Ton zu erzeugen, kommt es jedoch auf das richtige Zungenspiel und Lippenträllern an.



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Den Takt gibt Drummer Wolf an.
Friedemann spielt Tonleitern rauf und runter am Keyboard.
Warme Saxophonklänge trällert Eva.
Martin am Kontrabass sorgt für wohlige Töne.
Und zu guter Letzt ist da Micha, Gitarrenspieler mit vollstem Herzblut.

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Für die  Band bedeutet Jazz Freiheit, Grenzenlosigkeit und Risikobereitschaft. Sie wollen keinen vorgefertigten Stücken folgen, sondern selbst an ihrer Musik wachsen.

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"Man fühlt sich manchmal irgendwo unverstanden. Über Musik zu reden ist schwierig, weil du dich schlecht verständlich machen kannst. Es ist sehr schwer eine musikalische Idee verbal auszudrücken." (Friedemann, Pianist)

"Man hat manchmal das Gefühl, dass es nicht so ist, wie man es sich vorgestellt hat. Entscheidend ist die Hoffnung zu haben, dass das Stück immer noch dahin entwickelt werden kann, wo es Spaß macht." (Martin, Bassist)


"Die Band ist ein Gemeinschaftsexperiment. Wir haben den Luxus, nicht davon leben zu müssen und könnten jeder Zeit damit aufhören. Genau das macht den Versuch, miteinander auszukommen und gemeinsam dabei etwas Geniales zu erschaffen, so spannend" (Michael, Gitarrist)


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Der Entwicklungsprozess der Band hat die Musiker, die schon viele Jahre zusammen musizieren, zusammengeschweißt. Durch die gemeinsamen Erfahrungen sind sie eng miteinander befreundet und haben in der Musik ein ganz besonderes Kommunikationsmittel gefunden.

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Ende 17 Jh: „Negro Spirituals, im Süden der USA: schuften bis die Hände bluten, Peitschenhiebe, Unterdrückung, Entwürdigung. Um all diese Gräueltaten für einen kurzen Moment zu vergessen, verpackten Sklaven ihre Hoffnung in Gott und auf ein besseres Leben in sogenannte Call and Response Songs.


Um 1900 etabliert sich „Ragtime“. Hier ist die linke Hand am Klavier Kapellmeister. Auf 1 und 3 werden Bassnoten gespielt, auf 2 und 4 ein Akkord. Taktisch sinnvoll?

Etwa zur selben Zeit wird der New Orleans Jazz ins Leben gerufen. Dieser beruht auf Call and Response Pattern, einem Wechselspiel zwischen zwei oder mehreren Instrumenten.


1910 entwickelt sich aus dem bekannten New Orleans Jazz „Dixieland“. Besonders hierbei ist die Kollektivimprovisation weißer Musiker. Während einige stets dieselbe Melodie spielen, weichen einzelne Stimmen von der Hauptmelodie ab.





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1925 entsteht ein neuer Jazzstil, der Swing. Auf den vollen Tanzflächen wurden Hüften gekreist, Frauen in die Luft gewirbelt, Männer waren Gentlemen. Hier wurde getanzt, gesteppt und gedreht bis der Atem ausblieb.
Swing dein Ding, Baby!


1940 Bebop! Wir erreichen das Genre des modern Jazz. Big Band Jazz ist auf einmal out: Immer mehr Musiker treffen sich zu kleinen Jamsessions. Merkmale des Bebop sind zum Beispiel, dass Saxophon und Trompete unisono spielen, es viel mehr Improvisation gibt, und alles viel hektischer wirkt.


1947 In Latin Jazz (Cubop) finden sich vor allem Klänge und Rhythmen aus Lateinamerika, wie Cuba, Brasilien oder der Karibik. Je heißer der Rhythmus, desto inniger der Tanz: Salsa und Samba Rhythmen sind bei Latin Jazz nicht wegzudenken.


1948: Ice, Ice Baby. Achtung jetzt wird's kühl. „Cool Jazz“ etabliert sich als introvertiertes Ensemble, welches sich durch langsame Tempi kennzeichnet.




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1960: Free Jazz. Das steht für Dissonanzen, Freiheit in Rhythmus und Klang und Atonalitäten. Alles, was für manche schief, unschön klingt und im Ohr kratzt, hat seinen Platz im Free Jazz gefunden.


1962: Fusion, Jazzrock oder Rockjazz: Die Hauptzutat bleibt zwar Jazz, hinzu kommen aber eine Prise rhythmischer Funk und ein Schuss kräftiger Rock. Ab in den Mixer!


1988: Jazz-Rap. Nicke mit dem Beat. Jazz-Rap entsteht, wenn Hip-Hop und Jazz Elemente aufeinander treffen.


Heute. Jazz, das bedeutet Freiheit. Jammen, bis die Lust vergeht. Jeder darf auf die Bühne und mitmachen! Neues Ausprobieren, von und mit anderen lernen und den Flow spüren.



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In Deutschland gibt es gerade einmal knappe fünf Millionen passionierte Jazzhörer.

Nur etwa 10% der Musiker/-innen verdienen mit Jazzmusik mehr als 20.000 Euro im Jahr. Dabei werden 5.000 Euro im Jahr in ihre Tätigkeit investiert. Befragungen ergaben, dass Jazz eine Männerdomäne ist.



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