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Integrative WG in Furtwangen

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Eine Wohngemeinschaft, in der Menschen mit und Menschen ohne Assistenzbedarf zusammenleben und gemeinsam ihren Alltag gestalten.

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In der integrativen WG teilen sich Menschen mit und Menschen ohne Behinderung eine Wohnung. Die gemeinsame Gestaltung des Zusammenlebens steht im Vordergrund. Jeder Bewohner geht im Alltag seinem Beruf und seinem normalen Tagesablauf nach. Ziel ist es, sich gegenseitig auszutauschen, sich zu unterstützen und zur Seite zu stehen.
Menschen mit Behinderung wird so ein ganz normales Wohnumfeld geschaffen. Menschen sollen so miteinander wohnen, dass sie egal mit welchem Hilfebedarf in einem Wohnkonzept zusammen passen. Bewohner mit Assistenzbedarf können sich unter realen Bedingungen erproben und so eigenständig leben lernen. Dazu gehört auch das Lösen von Konflikten, die sich durch das Zusammenleben ergeben können.
Die integrative WG in Furtwangen hat 5 Zimmer auf 2 Etagen, eine Küche, 2 Bäder, ein Wohnzimmer und einen großen Garten. Wie im normalen WG-Leben gehört auch die gemeinsame Gestaltung der Freizeit zum Alltag.
Den Bewohnern der WG steht ein direkter Ansprechpartner (Mitarbeiter der BruderhausDiakonie) bei Fragen des Zusammenlebens und Unklarheiten zur Verfügung. Dieser organisiert und moderiert die mindestens ein mal pro Quartal stattfindenden WG-Gespräche.

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Das Besondere an dieser Wohnform ist die Art des Umgangs zwischen den darin lebenden Menschen. Es entsteht ein zwischenmenschlicher und finanzieller Nutzen. Studierende können mithelfen, Menschen mit Assistenzbedarf ein eigenständiges Leben zu ermöglichen, wodurch ein hohes Maß an Wertschätzung entsteht.
So können Studierende viel über sich selbst lernen: die eigenen Probleme richtig einzuschätzen und das zu schätzen, was sie haben.

Ein finanzieller Vorteil ergibt sich durch den geringen Mietpreis und die kurze Entfernung zur HFU (2 Min. Fußweg).

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Nadine erzählt uns von ihrem Alltag in der integrativen WG und einer Erfahrung die sie mit einer Studentin (Emily) machen konnte.

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Kleinere alltägliche Hilfestellungen werden von den studentischen Mitbewohnern geboten.
Auf Basis eines Ehrenamtes können je nach Wunsch und Bedarf des Menschen mit Behinderung Hilfsangebote beim Einkauf, Kochen, der Freizeitgestaltung etc. durch die Studierenden gemacht werden.
Darüber hinaus bekommen die Bewohner Unterstützung durch ihre Betreuer. Abhängig vom Hilfebedarf kommen die Betreuer zwei bis drei mal wöchentlich vorbei, um beratend oder unterstützend für ihre Klienten da zu sein. Alles mit dem Gedanken, dass die Bewohner lernen, eigenständiger zu werden.

Die Betreuer zeigen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung auf, um die soziale Isolation zu vermeiden.

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2012 wurde die integrative WG im früheren Pfarrhaus in Furtwangen gegründet. Die Bewohner mit Assistenzbedarf bekommen Sozialhilfe in Form einer Eingliederungshilfe, durch die die Betreuung sichergestellt wird. Die Bewohner als auch die Studierenden haben ein normales Mietverhältnis. Das Gebäude wird durch die Mieteinnahmen finanziert.

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Was wären die Alternativen zur integrativen WG für Menschen mit Assistenzbedarf?

Je nach Hilfebedarf gibt es unterschiedliche Wohnformen, z.B. stationäre Wohnformen in Hammereisenbach oder ambulante Wohngruppen.
Die Möglichkeit besteht auch, in eine eigene Wohnung mit Betreuung zu ziehen. In der integrativen WG steht aber das Sozialverhalten im Vordergrund. Die Bewohner haben sich bewusst die WG ausgesucht, um mit anderen Menschen zusammen zu wohnen.

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Der Einkauf wird voraus geplant mit dem Gedanken einer ausreichenden und ausgewogenen Ernährung.
Es wird daran erinnert, ausgeführte hauswirtschaftliche Arbeiten in einen Putzplan einzutragen.
Einmal im Quartal gibt es WG Gespräche über die aktuellen Anliegen. Fühlt sich jemand benachteiligt? Was kann verbessert werden?

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Je nach individuellem Hilfebedarf begleiten die Betreuer ihre Klienten beispielsweise bei Einkäufen und Terminen.
Formulare und Berichte werden gemeinsam ausgefüllt.
Medikamente werden anhand eines Medikamentenplans gemeinsam mit dem Betreuer für eine Woche vorbereitet. Gegebenenfalls wird auch im Haushalt mitgeholfen.

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