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Gründen

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Du bist noch im Studium, willst aber lieber früher als später dein eigener Chef sein und dein eigenes Business gründen. Vielleicht hast du sogar schon die eine oder andere Idee für ein Produkt. Dir ist klar, dass Gründen kein leichtes Unterfangen ist und Mut und Durchhaltevermögen erfordert. Was dich reizt und antreibt, ist deine Vision und dein Wunsch nach Unabhängigkeit. Du bist bereit, das Risiko „Gründen“ einzugehen, denn du siehst darin die Chance, deine eigenen Träume zu verwirklichen. Was dir noch fehlt: ein konkretes Konzept, eine Einschätzung deiner Idee, ein Team, das nötige Startkapital, die Kontakte oder das Know-How? Kein Problem! Am KIT gibt es verschiedene Anlaufstellen und Einrichtungen, die dir in jeder Gründungsphase helfen.

Foto: Patrick Langer
Text: Tu-Mai Pham-Huu

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Innovationstag
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Die KIT-Gründerschmiede ist ein Projekt mit vielen Partnern am KIT: Beteiligt sind etwa das Institut für Entrepreneurship, Technologie-Management und Innovation (EnTechnon), die Dienstleistungseinheit Innovations- und Relationsmanagement (IRM) und das Center for Entrepreneurship (CIE). Sie bietet eine zentrale Anlaufstelle für Gründungsinteressierte am KIT, seien es Mitarbeiter oder Studierende. Zum Angebot der KIT-Gründerschmiede gehören neben der Gründerberatung auch Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote, Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten wie Förderprogramme, Crowdfunding oder KIT-Innovationsfond, Investorenmatching sowie ein starkes Netzwerk aus Einrichtungen und Hochschulgruppen des KIT und Partnern aus Wirtschaft, Industrie und öffentlicher Hand. Im Blog der KIT-Gründerschmiede werden außerdem regelmäßig Gründerstorys erzählt. Die KIT-Gründerschmiede wird darüber hinaus noch von zahlreichen weiteren Partnern aus ihrem großen Netzwerk unterstützt. „Unsere Gründerschmiede ist der zentrale Ansprechpartner für alle Gründungsinteressierten am KIT“, sagt Thomas Neumann, Leiter des Bereichs Gründungen & Beteiligungen bei IRM. „Für jede Ideen- und Gründungsphase bieten wir die richtigen Ansprechpartner, Angebote und Netzwerke für eine erfolgreiche Weiterentwicklung.“ Mit diesem Ansatz konnten wir in den letzten Jahren schon mehr als 120 Gründungen erfolgreich für den Markteintritt und darüber hinaus unterstützen.

Der Innovationstag NEULAND des KIT bringt einmal im Jahr Studierende und Beschäftigte des KIT mit Unternehmensvertretern und Investoren zusammen. Seminare, Workshops, Ausstellungen und Pitches geben Einblick in die Vielfalt Innovation am KIT. Der diesjährige Innovationstag NEULAND findet am 27. Juni 2018 statt. Das vollständige Programm, die Möglichkeit zur Anmeldung sowie weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

Anmeldeschluss ist der 19. Juni.

Weitere Informationen

Fotos: Manuel Balzer
Text: Tu-Mai Pham-Huu

Innovationstag
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EnTechnon: Lehrstuhl für Entrepreneurship und Technologie-Management
Wie verläuft die Entwicklung junger Unternehmen und Innovationen? Welche Wirkzusammenhänge lassen sich erkennen? Wie können Praktiken gestaltet werden? Mit der wissenschaftlichen Seite des Gründens beschäftigt sich das EnTechnon: Es bietet Vorlesungen, Seminare und ein Accelerator Programm (Start-up Catalyst), wo Entrepreneurship Kompetenzen vermitteln werden. Angesprochen werden Bachelor- und Masterstudierende, aber auch Doktoranden und Führungskräfte. Potenziale für Neugründungen zu erkennen und diese strategisch und effizient zu realisieren, ist einer der Schwerpunkte im Bereich Entrepreneurship. Der Lehrstuhl entwickelt Theorien, validiert diese empirisch und gestaltet Management-Methoden und Systeme, um diese Potenziale durch strategische, organisatorische und methodische Konzepte umsetzbar zu machen. „Wir unterstützen Menschen dabei, verantwortungsbewusste Unternehmer im Kontext neuer Technologien und neuer Bedürfnisse zu werden“, so Professor Orestis Terzidis, Leiter des EnTechnon. Grundlage hierfür sei die Entwicklung spezifischer Fach-, Selbst- und Sozialkompetenzen. „Als Kompetenz sehen wir die Fähigkeit, adäquat zu handeln, um Probleme in der unternehmerischen Praxis verantwortungsvoll zu lösen“, sagt er weiter. „Diese Fähigkeit basiert auf Wissen, Können und Einstellungen.“
Mehr Informationen

IRM – Innovations- und Relationsmanagement
Die Dienstleistungseinheit Innovations- und Relationsmanagement (IRM) ist eine zentrale Anlaufstelle für Partner aus der Wirtschaft, Alumni und Förderer am KIT und betreut darüber hinaus Studierende und Beschäftigte des KIT. Die Leistungen umfassen insbesondere den Career-Service, den Technologietransfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft, die Gründungsberatung sowie die Betreuung der KIT-Alumni, privater Förderer und Stiftungen. „Das KIT hat alle Zutaten für eine erfolgreiche Gründerschmiede“, so Jens Fahrenberg, Leiter Innovations- und Relationsmanagements (IRM). „Vor diesem Hintergrund bildet dieses Themenfeld auch einen Schwerpunkt in der neuen Innovationsstrategie des KIT. Wir wollen hier gemeinsam mit allen Akteuren Interesse wecken, vorhandene Potenziale aktivieren und unterstützen gute Ideen in den Markt zu bringen.“
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Das CIE: Center for Interdisciplinary Entrepreneurship
Das CIE befindet sich im so genannten „Cube“ direkt auf dem Campus Süd und ist die erste Anlaufstelle für gründungsinteressierte Studierende. Die CIE-Mitarbeiter beraten und unterstützen kostenlos in allen Gründungsphasen: Sei es Konzeption, Teamfindung, Finanzierung, oder auch einfach „nur“ ein Ratschlag von Gründern für Gründer. Spezielle Angebote sind Workshops, Bootcamps, Kaminabende oder das monatlich stattfindende Gründergrillen, bei dem es locker und formlos zugeht, sich aber wertvolle Kontakte knüpfen lassen.
Weitere Informationen und Kontakt

Foto: Irina Westermann 
Text: Tu-Mai Pham-Huu




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Am KIT gibt es verschiedene Hochschulgruppen, die sich mit verschiedenen Schwerpunkten mit dem Thema Gründen und Entrepreneurship befassen. Einfach mal vorbei schauen!

PionierGarage
Die studentische Gruppe PionierGarage e.V. unterstützt bei der Ideenfindung und Suche nach geeigneten Partnern. Veranstaltungen und Aktionen fördern das unternehmerische Denken und Handeln von Studierenden aller Fachrichtungen.
Weitere Informationen

r2b-student
Die interdisziplinäre Gruppe „RESEARCH TO BUSINESS by students“ unterstützt wissenschaftliche Beschäftigte des KIT beim Technologietransfer und der Markteinführung ihrer Technologien. In Kleingruppen analysieren die Studierenden Technologien, die sich durch Marktpotenzial auszeichnen und einen sozialen oder ökologischen Nutzen haben.
Weitere Informationen

Enactus
Enactus steht für den unternehmerischen Geist (entrepreneurial), den Gestaltungswillen (action) sowie die Gemeinsamkeit im Handeln und in den Werten (us). Die international tätige Non-Profit-Organisation ruft vornehmlich soziale Projekte ins Leben, die die Lebensverhältnisse von Menschen verbessern sollen oder Herausforderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt zu lösen.
Weitere Informationen

Foto: Manuel Balzer
Text: Tu-Mai Pham-Huu

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Für die ersten Bewerbungsgespräche mussten die Schlafzimmer herhalten, Meetings wurden im – zugegebenermaßen riesigen – Badezimmer abgehalten: So sah der Anfang von Fluffy Fairy Games im Jahr 2016 in einer WG in Karlsruhe aus. Die Gründer: Fünf ehemalige Studenten aus dem KIT. „Unsere WG war sogar noch unser Arbeitsplatz, als wir dort mit 12 Mitarbeitern zugange waren“, erzählt Janosch Sadowski, einer der beiden Geschäftsführer von Fluffy Fairy Games. Ende 2017 hatte Fluffy Fairy Games bereits mehr als 50 Angestellte und eine ganze Büroetage in Karlsruhe. Inzwischen befindet sich der Firmensitz ganz mondän in Berlin und das Unternehmen macht mit seinem Spiel „Idle Miner Tycoon“ zehn Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das Handy-Spiel ist eine Wirtschaftssimulation, in dem die Spieler als Minenbesitzer Schächte bauen, Geld investieren und neue Minen kaufen, um reicher zu werden.

Das komplette Startup-Porträt findet ihr hier

Im Gründerschmiede-Interview sprechen die Gründer über die Idee, die Gründungszeit und die Zukunftsaussichten.

Foto: Manuel Balzer
Text: Tu-Mai Pham-Huu

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Was müssen selbstfahrende Autos können, um sich fortzubewegen? Ganz „einfach“: ihre Umgebung erkennen. Dafür braucht die Autoindustrie Unmengen an Bild- und Videomaterial. Mit diesem Material lernt ein autonomes Fahrzeug, seine Umgebung realitätsgetreu wahrzunehmen: Die verwendeten Algorithmen identifizieren die Objekte – Fußgänger, Radfahrer, Autos, Straßenschilder u.s.w. – zuerst in den Bildern und Videos und später dann in der realen Welt.

Aktuell ist die Kennzeichnung dieser Objekte noch eine menschliche Leistung: Die großen Autohersteller beschäftigen dafür tausende von Arbeitern, meist in Dritte Welt Ländern. Das Startup understand.ai hingegen bringt Künstliche Intelligenz in diesen Prozess mit ein: Die Kombination aus selbstlernenden Algorithmen und menschlicher Intelligenz macht die Kategorisierung der Objekte drei Mal schneller – und zudem präziser – als die bisherige Vorgehensweise. Die Idee kam Philip Kessler, einem der beiden Gründer und damals Student am KIT, als er ein Jahr im Silicon Valley für Mercedes Research arbeitete und dort sah, wie Praktikanten die Objektkategorisierung per Hand vornahmen. Zufällig arbeitete Marc Mengler, der zweite Gründer, in Berlin gerade am selben Thema. „Ein gemeinsamer Bekannter brachte uns dann zusammen und wir beschlossen, gemeinsam dieses Tool zu entwickeln“, erzählt Philip Kessler.

Das 2016 gegründete Startup erhielt Anfang 2018 ein Investment von 2,8 Millionen USD.

Im Gründerschmiede-Interview sprechen die Gründer über die Idee, die Gründungszeit und die Zukunftsaussichten.

Foto: understand.ai
Text: Tu-Mai Pham-Huu

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Kraftstoffe erzeugen, schädliche Abgase verwerten und gleichzeitig Kohlendioxid-Emissionen verringern? Das Startup INERATEC des KIT hat eine Technologie entwickelt, mit der dies möglich ist: Genutzt werden Gase, die normalerweise in Förderanlagen für fossile Brennstoffe oder chemischen Betrieben als Abgase abgefackelt werden und eine der Ursachen für die globale Erwärmung darstellen. Doch nicht nur mit fossilen Stoffen, auch mit biogenen Gasen ist diese Technologie anwendbar – so können erneuerbare Kraftstoffe erzeugt werden. INERATEC setzt dabei auf modulare Kompaktanlagen, die auch bei kleinen und mittleren Gasquellen eingesetzt werden können. Die kleinen Anlagen sind im Gegensatz zu bisherigen Großanlagen, die bis zu Wochen bis zum Betrieb brauchen, schon in kürzester Zeit betriebsbereit.

 Die vier Gründer blicken zum Teil auf jahrelange Erfahrung als Wissenschaftler in der Grundlagenforschung am Institut für Verfahrenstechnik (IMTV) des KIT zurück: „Wir haben sehr schnell gemerkt, was für ein gewaltiges Potenzial eine solche Technologie hat“, sagt Peter Pfeifer, der eine Professur hält und am IMTV die Abteilung Chemische Energiespeicher leitet. „Denn Gase fallen in unzähligen Prozessen in kleinen bis mittleren Mengen an und werden heute nur in Ausnahmefällen optimal genutzt.“

Im Gründerschmiede-Interview sprechen die Gründer über die Idee, die Gründungszeit und die Zukunftsaussichten.

Foto: Andreas Drollinger
Text: Tu-Mai Pham-Huu

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Du studierst noch, arbeitest an deiner Doktorarbeit oder bist fest in deinem wissenschaftlichen Institut integriert? Du denkst trotzdem darüber nach, ein Unternehmen zu gründen? Nicht alle Gründer sind gleich, aber ein paar Eigenschaften solltest du schon mitbringen. Mit unserem kleinen Selbsttest kannst du eine erste Einschätzung vornehmen, ob du bereit fürs Gründen bist.

Foto: YakobchukOlena - Fotolia
Text: Tu-Mai Pham-Huu

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IST DIR BEI BERUFLICHEN ENTSCHEIDUNGEN DEINE UNABHÄNGIGKEIT WICHTIGER ALS EIN SICHERHEITSNETZ?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

HAST DU KLARE TRÄUME UND ZIELE FÜR EINE BERUFLICHE EIGENSTÄNDIGKEIT?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

WILLST DU DIREKTEN EINFLUSS AUF DEINEN ERFOLG, DEIN EINKOMMEN UND DEINE FACHLICHE ENTWICKLUNG NEHMEN?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

HAST DU EINE IDEE FÜR EIN PRODUKT ODER EINE DIENSTLEISTUNG, DIE SICH ALS BASIS EINER UNTERNEHMENSGRÜNDUNG WEITERENTWICKELN LÄSST?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

HAST DU DAS MARKTPOTENZIAL DEINER IDEE SCHON EINMAL GEPRÜFT UND GLAUBST FEST AN DEN ERFOLG?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

BIST DU KONTAKTFREUDIG UND FÜHLST DICH BEIM NETZWERKEN WOHL?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

BEGEISTERT DICH DIE AUSSICHT, EIN EIGENES UNTERNEHMEN MIT DEINER PHILOSOPHIE AUFZUBAUEN?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

IST ES DIR WICHTIG, DIR DEINE KOLLEGEN UND DEIN TEAM SELBST AUSZUSUCHEN?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

LERNST DU GERNE AUS DEN ERFAHRUNGEN ANDERER UND STEHST DU EINER UNTERSTÜTZUNG DURCH ERFAHRENE MENTOREN AUFGESCHLOSSEN GEGENÜBER?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

BIST DU BEREIT, EIN RISIKO EINZUGEHEN, UM DEIN UNTERNEHMEN ZU GRÜNDEN?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

WÜRDE DEIN PRIVATES UMFELD DICH DABEI UNTERSTÜTZEN?
nein – eher nicht – weiß nicht – eher ja – absolut

FAZIT: Und bist du ein Gründertyp? Wenn du oft mit „absolut“ und „eher ja“ geantwortet hast, dann wird es vielleicht Zeit, sich an die Details zu machen, sich von den Fachleuten am KIT beraten zu lassen und mit dem Netzwerken zu beginnen.

Foto: olly - Fotolia


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Als erste Ausgründung aus dem KIT ist die Nanoscribe GmbH inzwischen rund zehn Jahre alt. Das Produkt: kompakte, bedienerfreundliche und für den kommerziellen Gebrauch geeignete Laser-Lithografiesysteme für die Herstellung dreidimensionaler Nano- und Mikrostrukturen. Martin Hermatschweiler, Gründer und Geschäftsführer von Nanoscribe, spricht im clicKIT Audio-Interview mit Sandra Wiebe über die Entstehungsgeschichte des Unternehmens, welche Unterstützung das KIT beim Gründen bietet, wie sich Nanoscribe in den letzten zehn Jahren entwickelt hat, welche Visionen er für die Zukunft hat und welche Ratschläge er Neugründern mit auf den Weg geben möchte.

Foto: Gabi Zachmann
Text: Tu-Mai Pham-Huu

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Jeder, der sich in der Gründerszene herumtreibt, kennt den Begriff: Pitch. Doch was genau ist das eigentlich und welche Arten des Pitchs gibt es? Worauf kommt es an? Die wichtigsten Fragen auf einen Blick.

Foto: denisismagilov - Fotolia
Text: Tu-Mai Pham-Huu      

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Was ist ein Pitch?
Seinen Ursprung hat der Begriff in der Agentur- und Werbeagenturbranche: Ein „Pitch“ ist ein Verfahren, in dem ein Kunde verschiedene Agenturen gegeneinander antreten lässt. Wer den Kunden überzeugt, bekommt den Auftrag. In der Start-up-Szene treten statt Agenturen die Gründer an – der „Kunde“ ist hier ein potentieller Investor, dessen Interesse es zu wecken gilt.

Warum Pitchen?
An Pitch-Wettbewerben teilzunehmen, ist für Start-ups essentiell. Nina Stock und Dr. Rolf Blattner von der KIT Gründerschmiede geben Pitch-Trainings für Gründerteams und raten dazu, nicht nur wegen der Preise mitzumachen: „Auch wenn bei vielen Wettbewerben Geldprämien, Mediengelder, Sach- und Unterstützerleistungen oder die Option auf eine Venture Capital Finanzierung winken – das Pitchen birgt noch viel mehr: Gründer bekommen Feedback von Profis zu Gründungsidee, Produkt oder Businessplan“, erklärt Blattner. Sie müssten sich auch unangenehmen Fragen stellen und lernen, professionell mit Kritik umzugehen. Mit dem Pitch machen sie ihre Idee bekannt und wecken das Interesse potentieller Investoren. „Jeder absolvierte Pitch fördert die Selbstsicherheit und Persönlichkeitsentwicklung“, so Blattner. Zudem sei es auch immer eine Möglichkeit, viele unterschiedliche Leute kennenzulernen und sich mit ihnen zu vernetzen. „Vor allem in der Anfangszeit sollten Start-ups jede Chance zur Teilnahme nutzen, um sich weiterzuentwickeln“, empfiehlt Nina Stock.

Welche Arten des Pitchs gibt es?

Elevator Pitch
Der so genannte „Aufzug-Pitch“ heißt so, weil das Vorstellen der Unternehmensidee so kurz sein soll, dass die Idee während einer Fahrt im Aufzug erläutert werden kann. Der Gedanke dahinter: Sieht sich ein Jungunternehmer unverhofft im Aufzug einem vielversprechenden Investor gegenüber, sollte er ihm in maximal zwei Minuten seine Geschäftsidee nahebringen können – ganz ohne Unterlagen oder Präsentationen.

Pitch-Wettbewerb
Hier treten die Start-ups vor einer Jury auf und stellen ihre Idee in drei bis fünf Minuten vor. Anschließend gibt es eine Fragerunde, bei der die Jury vom Team weitere Informationen bekommt. Oft gibt es bei Pitch-Wettbewerben Preise oder Trainings zu gewinnen, doch auch neue Teammitglieder und neue potentielle Kunden können sich hier finden lassen.

Dann gibt es noch gezielte Pitches bei der Bewerbung um Fördermittel und VC (Venture Capital)- Pitches, mit dem Ziel, einen Investor zu finden. Bei einem VC-Pitch ist die Möglichkeit, einen Investor zu finden, naturgemäß am höchsten.  

Pitch Deck: Was ist das?
Die Präsentationsfolien, die beim Pitch gezeigt werden, heißen im Pitch-Jargon „Pitch Deck“. Sie werden typischerweise mit Programmen wie Keynote, Power Point oder Prezi erstellt. Der Umfang sollte etwa 10-13 Folien umfassen, auf denen alle wichtigen Informationen kurz und knackig und vor allem nicht zu textlastig zusammengefasst sein sollten.

Grundregeln für einen guten Pitch
•  KISS-Prinzip: keep it short and simple – dabei frei und ruhig sprechen
•  Im Vorfeld überlegen: 
Was ist das Alleinstellungsmerkmal, was machen wir besser als andere?
Wer ist die Zielgruppe?
Was ist das Ziel vom Pitch?
•  Das Pitch-Deck gut strukturieren und verständlich aufbereiten: die Folien sollten eine Geschichte erzählen (Storytelling)
•  Backup-Folien für etwaige Fragen von der Jury in der Hinterhand haben

No-Gos
•  Unvorbereitet sein (Pitch-Deck ist nicht für den Pitch passend zugeschnitten)
•  Unprofessioneller Umgang mit Kritik von Jury: Überheblichkeit / Pampige Reaktion auf Fragen
•  Pitch passt nicht zur Zielgruppe

Nach welchen Kriterien den Pitch aussuchen?
•  Passt mein Thema rein?
•  Erfülle ich die Rahmenbedingungen?
•  Wo habe ich dabei meinen Profit?
•  Brauche ich das Netzwerk, das ich dort gewinnen kann?
•  Ist der Preis / die PR für mich interessant?
•  In welchem Stadium bin ich? Wenn es z.B. ein VC-Pitch ist, bin ich schon „Investment ready“?

Foto: pichetw - Fotolia
Text: Tu-Mai Pham-Huu




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Gründerinnen und Gründer kennenlernen, Ideen und Erfahrungen austauschen, sein eigenes Konzept bei einem Pitch vorstellen und dazu einen entspannten Abend unter Gleichgesinnten verbringen ­– das ist das Gründergrillen am KIT. Einfach vorbei schauen und mitmachen! Den nächsten Termin findet ihr auf der Webseite des CIE.

Foto: Tanja Meißner
Text: Tu-Mai Pham-Huu

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Auf den folgenden Seiten stellen wir euch sechs Ausgründungen aus dem KIT vor: Campusjäger, Inreal Technologies, ArtiMinds, RESTUBE, amcure und lengoo.

Foto: Manuel Balzer
Text: Tu-Mai Pham-Huu

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„Wir wollten freies, unbestimmtes Arbeiten. Mit unserem eigenen Unternehmen haben wir das geschafft. Im Studium zu gründen, war die beste Entscheidung – “ 
www.campusjaeger.de

Foto: Sandra Göttisheim

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„Unternehmer ist man nicht von heute auf morgen. Man wächst mit seinen Aufgaben, wenn man ein klares Ziel vor Augen hat.“ www.inreal-tech.com

Foto: Inreal Technologies

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„Mit unserer Gründung verbinden wir die Leidenschaft zur Robotik mit dem technologischen Fortschritt für die Gesellschaft.“ 
www.artiminds.com

Foto: Sandra Göttisheim

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„Aus der Idee wurde ein Produkt für mehr Freiheit und Sicherheit im Wasser. Damit werden wir Tausenden das Leben retten.“ www.restube.com

Foto: Restube  

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„Als Wissenschaftler ein Unternehmen gründen? Ja, denn unsere Forschungsergebnisse sind nicht für die Schublade bestimmt.“ www.amcure.com

Foto: Sandra Göttisheim

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„Unsere Idee eines technologischen Produkts zur Überwindung von Sprachbarrieren haben wir als Gründer in der Tat umgesetzt.“
www.lengoo.de

Foto: lengoo

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Auf der Seite der KIT-Gründerschmiede erfahrt ihr in Kurzvideos mehr über Alltag und Geschäftsideen der Gründer und wie sie zu ihrem eigenen Start-up gekommen sind.

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Übersicht

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Kapitel 1 Sei dein eigener Chef! Gründen am KIT: Angebote für Studierende

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Kapitel 2 Success Stories: Erfolgreiche Startups aus dem KIT

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Kapitel 3 Test: Bin ich ein Gründertyp?

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Kapitel 4 Was wurde eigentlich aus… Nanoscribe?

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Kapitel 5 Pitch – das Wichtigste in Kürze

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Kapitel 6 Gründergrillen am KIT

Preview
Kapitel 7 Bildergalerie: Das sagen die Gründer aus dem KIT

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Campusjager 1.2.16 3754

Inreal 29.01.16 2293

Artiminds
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